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Apfelfest lockt nach dreijähriger Pause wieder hunderte Besucher

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Von: Michael Koll

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Große und kleine Besucher genossen bei bestem Oktoberwetter die Veranstaltung, die nach dreijähriger Pause wieder stattfand.
Große und kleine Besucher genossen bei bestem Oktoberwetter die Veranstaltung, die nach dreijähriger Pause wieder stattfand. © Michael Koll

„Das Wetter ist schön – da hatte ich gestern schon ganz anderes befürchtet“, sagte Landwirt Christian Crone am Sonntagmittag. Hunderte Menschen waren zu seinem Hof gekommen, um dort das traditionsreiche Apfelfest zu besuchen.

Werdohl – „Die Leute verteilen sich schön, es ist voll aber nicht eng“, zog er sein Fazit zum ersten Apfelfest auf seinem Hof seit drei Jahren weiter. „Außerdem haben wir 14 neue Anbieter – zum Beispiel ist jetzt ein Schmied erstmals dabei.“

Er fuhr fort: „Diese Fluktuation macht es für die Besucher immer wieder spannend“, schloss er sein Resümee zum bunten Treiben auf dem Dösseln ab. Dass er soeben eine halbe Stunde lang den Grund für einen Stromausfall auf seinem Gelände hatte suchen müssen, konnte ihm an diesem Tag die gute Laune auch nicht mehr verderben.

Zum 25. Mal fand das Apfelfest nun im goldenen Oktober statt, „der sich voriges Mal – also 2019 – gar nicht von seiner besten Seite gezeigt hatte: Da hat es den ganzen Tag über geregnet“, erinnert sich Crone. „Das ist immer so schade, denn es steckt so viel Arbeit hier drin. Und es helfen so viele Leute mit, die mir dann immer leidtun“, unterstrich der Landwirt.

Funda Demir siegte beim Schälwettbewerb. Ihr Name wird nun auf dem Wanderpokal verewigt.
Funda Demir siegte beim Schälwettbewerb. Ihr Name wird nun auf dem Wanderpokal verewigt. © Michael Koll

Genauso sah das Bürgermeister Andreas Späinghaus. Der hatte seit dem Morgen – wie in all den Jahren zuvor auch – an einem Getränkestand Bier gezapft und sagte erschöpft: „Ich bin auf keinen Gastronomen mehr neidisch.“ An Crone gewandt schob er hinterher: „Ich ziehe meinen Hut vor Dir, lieber Christian, und all Deinen Helfern, was Du hier immer wieder auf die Beine stellst.“

Sogleich überlegt Crone, ob es nun beim ersten Nach-Corona-Apfelfest mehr Besucher waren oder weniger als vor drei Jahren. Dann lächelte er und winkte ab: „Jedes Apfelfest ist einfach besonders, die lassen sich gar nicht miteinander vergleichen.“ Dann griff er zum Mikrofon und begrüßte die Festbesucher „hier in Werdohl, dem Zentrum Europas“.

Der Musikzug Versetal – an diesem Tag ohne Crone als Mit-Instrumentalist – unterbrach sein Spiel. Zuvor hatten die Versetaler mit Hits wie „Sauerland“ von Zoff und „Sternenhimmel“ von Hubert Kah die Sonntagsausflügler unterhalten, während nebenan knackige Bratwürstchen und frische Kartoffelchips die in langen Schlangen wartenden Hungrigen versorgten.

Nun galt es für Gastgeber Crone, die Sieger im zweiten Kartoffelschälwettbewerb des Tages zu küren. In der ersten Runde hatten sich acht Jugendliche und 15 Erwachsene gemessen, in der zweiten waren es dann 13 Jugendliche und 31 Erwachsene.

In guter Atmosphäre verbrachten am Sonntag zahlreiche Menschen ihren Nachmittag beim traditionellen Apfelfest auf dem Hof Crone. Das Wetter spielte mit und die Gäste verteilten sich gut auf dem Gelände. So sei es zwar voll, aber nicht eng gewesen, betonte Landwirt Christian Crone.
In guter Atmosphäre verbrachten am Sonntag zahlreiche Menschen ihren Nachmittag beim traditionellen Apfelfest auf dem Hof Crone. Das Wetter spielte mit und die Gäste verteilten sich gut auf dem Gelände. So sei es zwar voll, aber nicht eng gewesen, betonte Landwirt Christian Crone. © Michael Koll

Mit einer ununterbrochen 71 Zentimeter langen Schale hatte Dominik Michel bei den Heranwachsenden in der zweiten Rutsche vorne gelegen, bei den Erwachsenen war es Funda Demir. Die junge Frau erklärte nach der Preisübergabe: „Ich habe in den Vorjahren schon zwei-, dreimal teilgenommen und war immer Zweite.“

Warum es jetzt geklappt habe, wisse sie auch nicht. „Ich habe nicht extra geübt. Aber wir essen zuhause viele Kartoffeln, vielleicht lag es ja daran.“ Wie sie sich nach ihrem Triumph fühle, könne sie gar nicht beantworten. Noch hatte sie gar nicht richtig realisiert, dass sie ihr Ziel endlich erreicht hatte.

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