Hof Crone: ein Apfelfest für Augen, Ohren und Nase

WERDOHL ▪ Pralle orangene Kürbisse, bunte Blumen, rotbackige Äpfel, das alles eingetaucht in goldene Oktobersonne – schöner hätte gestern niemand das 16. Apfelfest auf Hof Crone malen können. Kein Wunder also, dass überall auf dem weitläufigen Gelände nur fröhliche Gesichter zu sehen waren.

Es war ein schöner Tag und ein rundum gelungenes Fest. Diese Meinung dürften wohl die meisten der mehreren tausend Besucher teilen. Von Beginn an strömten sie auf die Höhe. Schon die ökumenische Andacht zu Beginn war gut besucht. Am Nachmittag gab es kaum ein Durchkommen mehr.

Nicht enden wollten die Schlangen an den vielen Ständen. Unermüdlich buken die Männer des Löschzugs Eveking ihre Reibeplätzchen. Kartoffelchips, Apfelpfannkuchen, Apfelbrot und Apfel-Tiramisu machten der traditionellen Bratwurst echte Konkurrenz. Auch der frisch gepresste Apfelsaft fand viele Abnehmer. Rund 1,5 Tonnen Äpfel wurden an Ort und Stelle verarbeitet – die mobile Obstpresse gehörte zu den Besuchermagneten.

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16. Apfelfest auf Hof Crone

Anziehungspunkte gab es dabei reichlich. Gut zu tun hatten so die Pomologen aus dem Hochsauerlandkreis, die viele alte Apfelsorten mitgebracht hatten. Zahlreiche Besucher nahmen das Angebot wahr, das Obst aus dem heimischen Garten bestimmen zu lassen. Nicht nur Iris Burchardi aus Lüdenscheid erlebte dabei eine Überraschung. Ihr „Dezemberapfel“ entpuppte sich als Gravensteiner. Nicht immer war die Bestimmung nach Aussehen, Geruch und Geschmack so einfach. Etliche Exemplare konnten auch Jörg Langanki und Axel Blume nicht an Ort und Stelle zuordnen.

Die „echten“ Weihnachtsäpfel präsentierten neben anderen heimischen Sorten Norbert Menke und Johanna vom Naturschutzzentrum. Die rote Sternrenette weckte bei manchem Erinnerungen an früher: „Die wurden schön poliert und an den Weihnachtsbaum gehängt“.

Dicht umlagert war auch der Tisch der Kartoffelschälmeisterschaften. Stolze 178 Zentimeter schälte Anne Dimek von einer der dicken Kartoffeln ab und verwies damit den Vorjahres-Kartoffelschälkönig Florian Kircher auf Platz 2. Bei den Kindern holte sich Inga Ziesen mit 64 Zentimetern den ersten Preis. Einen Preis gab es auch für Josef Petersen aus Eckernförde für die weiteste Anreise.

Ländliches Kunsthandwerk, mittelalterlich gewandete Ritter, ferngesteuerte Siku-Traktoren, Kutschfahrten, Märchenstunden – Augen und Ohren der Besucher kamen überall auf ihre Kosten. Vor allem den Kindern machte es riesigen Spaß, die Strohburg zu erobern oder auf dem Kartoffelacker selbst das nächste Mittagessen einzusammeln. ▪ Hildegard Goor-Schotten

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