Apfelernter am Sonntag in Aktion

Frisch abgebürstet landen die Äpfel im „Bunker“. - Foto: Benninghaus

WERDOHL -  „Eine Mischung aus Kartoffelvollernter und Mähdrescher, nur eine Nummer kleiner“, so beschreibt Gerd Eppe vom Naturschutzzentrum Märkischer Kreis die neue Apfelerntemaschine, die während des 18. Sauerländer Apfelfestes am Sonntag präsentiert wird.

Sie wurde von der gemeinnützigen GmbH zur Landschaftspflege dank der Förderprogramme für den ländlichen Raum von Land und EU angeschafft. In Süddeutschland sind diese Apfelernter im Einsatz, neuerdings auch in Iserlohn, wo eine 25 Hektar große Fläche an Obstwiesen betrieben wird.

Die Apfelernte, an sich eher mühsam und beschwerlich, wird durch die Erntemaschine erheblich erleichtert. Wenn man die Bewirtschaftung von Obstwiesen erhalten wolle, müsse man einfach auch darüber nachdenken, die Arbeit zu erleichtern, so Eppe.

Zwei bis drei Tonnen Äpfel pro Stunde können dank der Maschine aufgesammelt werden. Dabei komme es natürlich auch auf die Fläche an, die möglichst eben und frei von Maulwurfshügeln sein sollte. Eine leichte Schräglage sind für den Vollernter dafür kein Problem.

Besucher des Apfelfestes haben am Sonntag um 14 Uhr die Gelegenheit, die Erntemaschine in Aktion zu erleben. Sie können dann beobachten, wie die Äpfel mit einer Walze nach oben befördert, dabei von Bürsten gereinigt werden und mit Hilfe von Spiralen im Auffangbehälter, dem sogenannten „Bunker“, landen.

Auf dem Dösseln dreht sich am Sonntag natürlich alles um die beliebteste Obstsorte der Deutschen. Wer möchte, kann seine eigene Ernte – Äpfel oder auch Birnen – mitbringen und vor Ort von den beiden Pomologen Dr. Susanne Becker und Siegfried Geck bestimmen lassen.

Stündlich sind außerdem Vorführungen in Sachen Obstbaumschnitt geplant. Die mobile Saftpresse des Naturschutzzentrums ist ebenfalls im Einsatz.

Wer möchte, kann außerdem selbst aktiv werden und Kartoffel auflesen – Gummistiefel sollten dann allerdings mitgebracht werden.

Über 40 Stände laden zu einem Bummel ein. Hier gibt es beispielsweise Postkarten mit Obstmotiven, Wollprodukte von Fuchsschafen oder Stauden und Blumenzwiebeln. Auch der kulinarische Genuss wird nicht zu kurz kommen.

Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Wegen des feuchten Bodens werden Besucher aber auch gebeten, den Bürgerbus-Pendelverkehr vom Werdohler Bahnhof aus zu nutzen. Der Fahrpreis beträgt einen Euro.

Von Simone Benninghaus

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