„Das ist ein echtes Top-Haus“

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Ingo Wöste, Sandra Ormeloh und Ahmet Tasdemir begrüßen die zukünftigen Mieter. ▪

WERDOHL ▪ Zum 1. November ziehen zwölf der 22 Mietparteien in das sozial geförderte Wohnprojekt der Wohnungsgesellschaft an der Danziger Straße ein. Für Woge-Chef Wöste und Mietbetreuer Tasdemir ist der Neubau jetzt schon ein großer Erfolg.

Ingo Wöste, Ahmet Tasdemir und Sandra Ormeloh vom gegenüber liegenden Nachbarschaftshilfezentrum (NHZ) präsentierten den bald bezugsfertigen Bau. Insgesamt sind 22 barrierefreie Wohnungen errichtet worden. Alle acht Apartements für eine Person mit 52 Quadratmetern Wohnfläche sind bereits vermietet. Hier gibt es laut Wöste noch eine „massive Warteliste.“ Von den 14 Zweier-Wohnungen mit 62 Quadratmetern sind vier noch nicht vermietet. Der öffentlich geförderte Wohnungsbau erlaubt eine Miete von 4,45 Euro pro Quadratmeter. Jedes Jahr wird die Miete um 1,5 Prozent erhöht. Ein Zwei-Personen-Apartement kostet 273 Euro Kaltmiete, hinzu kommen 75 Euro Betriebskosten, 65 Euro Heizkostenpauschale und 30 Euro für die Nutzung des 120 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraums. Die Wohnung ist also für 443 Euro monatlich zu haben. Die Ein-Personen-Apartments kostet so gerechnet 379 Euro.

Wöste: „Die Wohnungen sind recht klein und die Lösung einer Wohnküche gefällt nicht jedem.“ Der soziale Wohnungsbau lasse aber nichts anderes zu. Als Mehrwert biete die Woge den Gemeinschaftsraum und die Möglichkeit, im benachbarten Nachbarschaftshilfezentrum Betreuung und Pflege hinzubuchen zu können. Die Woge dürfte auch weitere 30 Euro Betreuungspauschale pro Wohnung von den Mietern verlangen. Wöste: „Das machen wir nicht, wir bieten diese Art von sozialer Betreuung kostenfrei für unsere Mieter an.“ Geplant sind ein wöchentlicher Mittagstisch, gemeinsame Feste und Nachmittage und ein Gymnastikangebot. „Die öffentliche Förderung bedeutet Sicherheit für die Mieter“, so Tasdemir.

Der Neubau ist auf allermodernstem Standard errichtet worden. „Das ist das am besten gedämmte Haus in ganz Werdohl“, meint Wöste. Im Keller werkelt eine Holzpellets-Heizung, die Vorbereitungen für Solarthermie sind bereits getroffen. Tasdemir hofft, dass die Heizkostenpauschale noch gesenkt werden kann, wenn das Haus komplett bezogen ist.

Wöste weist besonders auf den hohen baulichen Standard hin. Auf Edelstahlkanten, elegante Bäder und hochwertige Einbauten ist er stolz. „Wir wollten nicht, dass es hier aussieht wie im klassischen sozialen Wohnungsbau.“ Und weiter: „Dies ist echt ein Top-Haus.“ - Volker Heyn

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