Antrag auf Sicherungsverwahrung: Werdohler steht vor dem Landgericht

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Werdohl - Wegen Sachbeschädigung in vier und vorsätzlicher Körperverletzung in fünf Fällen sowie gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Nötigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte steht ein 34-Jähriger aus Werdohl am Dienstag, 2. Oktober, in einem Sicherungsverfahren vor der großen Strafkammer im Landgericht Hagen.

Ereignet haben sollen sich die Taten zwischen dem 15. November 2017 und 31. Januar 2018 auf der geschlossenen Station einer psychiatrischen Klinik in Hemer. 

Bettzeug in Brand gesetzt? 

Unter anderem soll sich der Beschuldigte aus einer Fixierung befreit und sein Bettzeug in Brand gesetzt haben. Der Brand konnte jedoch schnell gelöscht werden. Darüber hinaus soll der Werdohler eine Neonröhre zerstört haben, um sich zur Bedrohung von Personal Werkzeug zu beschaffen. Als die hinzu gerufenen Polizeibeamten sich Zugang zu dem Patientenzimmer verschafften, soll der Beschuldigte ihnen die Glasscherben entgegen gestreckt haben, um sie auf Distanz zu halten. Nachdem er unter Androhung von Schusswaffengebrauch aufgefordert wurde sich zu Boden zu legen, soll er mit einer Scherbe nach einem Polizeibeamten geworfen haben. 

Vorwurf der Körperverletzung

Im Speisesaal der Klinik soll der 34-Jährige ein Knäckebrot solange in einen Toaster gesteckt haben, bis das Brot verbrannt war und Flammen aus dem Toaster schlugen. 

Vorgeworfen wird dem Werdohler auch, einen Pfleger heftig vor den linken Knöchel getreten und dabei verletzt sowie einen CD-Player gegen die Scheibe des Schwesternzimmers geworfen zu haben. 

Auch Mitpatienten soll der Angeklagte geschlagen und getreten haben. Einen Pfleger, der die Situation beruhigen wollte, habe er zudem mit der Faust ins Gesicht geschlagen und dabei verletzt. 

Verhandelt wird am 2. Oktober ab 9 Uhr in Saal 247 des Hagener Landgerichts.

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