Ansturm auf Weihnachtsbäume beginnt am zweiten Advent

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Christian Crone (links) und Malte Rudolph (Mitarbeiter) vom Hof Crone mit einem Weihnachtsbaum und Tannengrün. 

Werdohl - Es dauert noch genau einen Monat bis Heiligabend. In vielen Haushalten wird dann ein festlich geschmückter Baum stehen. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Für Familie Crone aus Dösseln beginnt langsam die Weihnachtsbaum-Saison.

Nach und nach werden die ersten Weihnachtsbäume aus dem Wald geholt. Für die Wohnzimmer der Werdohler sind die allerdings meistens noch nicht gedacht. „Die stellen Firmen oder Geschäftsleute auf, meistens stehen sie draußen“, sagt Christian Crone. Dort würden sie sich auch länger halten als im warmen Wohnzimmer. 

Auf dem Hof Crone liegt trotzdem schon einiges bereit. Tannengrün stapelt sich bereits jetzt auf dem Tisch. „Das geht nächste Woche schon los. Dann wird für die Weihnachtsdeko eingekauft“, weiß Crone aus Erfahrung. Für die Vase eignen sich laut dem Experten die dunkleren Nordmann-Tannen. „Der Klassiker, die Nobilis, behält die Nadeln besonders lange“, fügt er hinzu. Bekannt ist sie auch als Edeltanne. 

Kunden setzen weiterhin eher auf die Klassiker

Was die Nadelbaum-Arten angeht, halten sich die Kunden der Familie Crone weiterhin eher an die Klassiker: „Es werden etwa 80 Prozent Nordmann-Tannen und 20 Prozent Blaufichten gekauft“, sagt Christian Crone. Exoten seien mittlerweile zwar auch in der Schonung zu finden, die Korktannen müssten allerdings erst zu Weihnachtsbäumen heranwachsen. „Acht bis zehn Jahre brauchen die Pflanzen, bis sie so langsam nach einem Weihnachtsbaum aussehen“, weiß Crone. Auf Vorbestellungen könnten zudem Weihnachts-Kiefern geschlagen werden. „Die haben einen ganz anderen Charakter“, sagt Crone. 

Er wird in den kommenden Tagen Bäume aus der Schonung holen, Tannengrün zurechtschneiden und bereitlegen und die gefällten Bäume vor dem Ansturm in der Scheune bereitstellen. Auf dem Hof Crone werden die Bäume nämlich im Ständer präsentiert, damit sie sich der Kunde genau ansehen kann. „Eigentlich muss man auf einen Baum zugehen und sagen: ,Der ist es.‘“, sagt Christian Crone. 

Einige kommen mit genauen Vorstellungen 

Es gebe allerdings einige Kunden, die vorher einen Baum mit genauen Angaben vorbestellen würden. „Die sagen, der soll 1,80 Meter groß und unten nicht zu breit sein, lassen sich so eine Tanne dann reservieren“, erklärt er. Richtig los geht das Weihnachtsbaum-Geschäft auf dem Hof Crone meistens aber erst ab dem zweiten Advent. Bis dahin müssen ausreichend Bäume geschlagen sein. „Im Moment ist dafür das ideale Wetter“, sagt Crone. Wenn erst einmal Schnee auf den Bäumen liege, sei es deutlich schwieriger, diese zu fällen. Auch die kürzeren Tage lassen nicht viel Zeit, in der Schonung zu arbeiten. 

Viel Pflege muss Crone allerdings im Winter nicht mehr für die Bäume aufwenden. „Das sind Sommer-Arbeiten“, sagt er. Zu unterschätzen seien diese nicht. Das Gras müsse zurückgeschnitten und die Nordmann-Tannen zusätzlich vor Rehen geschützt werden. Einiges an Pflege und Zeit sei nötig, um einen schönen Weihnachtsbaum zu erhalten. 

Jedes Jahr aufs neue muss die Familie Crone außerdem abschätzen, wie viele Bäume sie verkaufen wird. „Das ist die große Kunst. Wir versuchen natürlich, allen geschlagenen Bäumen ein gutes Zuhause zu geben“, sagt er. 

Wenn besonders an den Dezember-Wochenenden der große Ansturm kommt, steht wieder die gesamte Familie Crone bereit.

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