Anmeldeverfahren für Kita-Jahr 2014/15 läuft: Offenbar genug Plätze

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Im katholischen Kindergarten Sankt Bonifatius einen Platz zu bekommen, ist nicht leicht. Diese Mädchen und Jungen hatten Glück.

Werdohl - 596 Kita-Plätze werden in Werdohl für das Kindergartenjahr 2014/15 voraussichtlich gebraucht. Das sind 15 Kinder mehr als im vergangenen Jahr. Kein Problem, sagt Jugendamtsleiterin Sybille Dworschak: „Die kriegen wir unter.“

Wer sein Kind in welchem Kindergarten anmelden kann, steht erst nach der Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses am 17. Februar fest. „Die Anfragen der Eltern werden nicht zentral erfasst“, erklärt Sybille Dworschak das Verfahren. „Das macht jede Kita selbst.“

Zur Zeit gleichen Jugendamt und Kindergärten die Anfragen mit der städtischen Planung ab: Wo reichen die Plätze aus, wo müssen Familien an eine andere Tagesstätte weiterverwiesen werden? Die endgültige Verteilung muss die Stadt dann bis zum 15. März ans Land NRW melden.

Damit alle einen Platz bekommen, müssen manche Einrichtungen mehr Kinder aufnehmen als geplant. „Wir haben zwölf Plätze für Zweijährige, aber 15 Anfragen“, sagt Leiter Lothar Freerksema. „Die zusätzlichen Plätze können wir einrichten.“ Viele Eltern stellen sicherheitshalber Anfragen an mehrere Kitas, um auf jeden Fall einen Betreuungsplatz zu bekommen. Wenn eine Familie dann mehrere Zusagen erhält und auf einen Platz verzichtet, kann eine andere ihr Kind anmelden.

Freerksema weiß deshalb noch nicht, ob wirklich alle Jungen und Mädchen kommen werden, die auf seiner Liste stehen. „Umgekehrt können sich aber auch noch Eltern melden, die woanders keinen Platz bekommen haben“, sagt der Kita-Leiter. „Es gibt da immer noch Verschiebungen.“

Ein gängiges Verfahren, wie auch Sybille Dworschak erklärt. Erhalte ein Kind in der Wunscheinrichtung keinen Platz, werde es in einer anderen untergebracht. „Das ist jedes Jahr dasselbe. Das rüttelt sich zurecht.“ Auch für unter Dreijährige soll es genug Betreuungsmöglichkeiten geben. „Seit die Kita Gerne Groß eröffnet hat, scheint der Bedarf gedeckt zu sein“, ist Dworschak optimistisch.

Das entlastet offenbar andere Einrichtungen: Bevor die Kita Gerne Groß im vergangenen Sommer eröffnete, war die Kita Wunderkiste in Ütterlingsen immer überbelegt. 70 Plätze seien vorgesehen, sagt Leiterin Sandra Koch. „Bis zum Kindergartenjahr 2012/13 kamen aber meist 75 oder 76 Kinder.“ Im laufenden Kindergartenjahr besuchen 68 Mädchen und Jungen die Wunderkiste.

Diese Entlastung kommt aber nicht bei allen Einrichtungen an. „Wir sind generell überbelegt“, sagt Helma Neuberger vom katholischen Kindergarten Sankt Bonifatius. „Jedes Jahr müssen wir Familien abweisen.“ Auch für das kommende Kita-Jahr gehe sie davon aus, dass nicht alle einen Platz bekommen. „Ich rate den Eltern deshalb immer, auch woanders anzufragen.“  - Von Constanze Raidt

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