HSV erhöht vorsorglich die Beiträge

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HSV-Vorsitzender Detlef Stägert. ▪

WERDOHL ▪ Eines wurde am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung der HSV Werdohl/Versetal schnell klar: Der Vorsitzende Detlef Stägert kann aufgrund der aktuellen Informationslage nur erahnen, was da 2014 im Zuge der Einführung einer Sportstättennutzunggebühr auf die Handballer zukommt. Um nicht von heute auf morgen vor unüberwindlichen Problemen zu stehen, stimmte die Versammlung vorsorglich für eine moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für Erwachsene und Familien.

Detlef Stägert weiß bisher nur, dass ab 2014 eine Dreifachhalle zwölf Euro in der Stunde kosten soll. Ob dieser Preis auch für die Meisterschaftsspiele, Trainingslager oder sonstige Veranstaltungen wie zum Beispiel die Weihnachtsturniere gelten wird, ist noch unklar. Wie es scheint, kommen auf die HSV im günstigsten Fall rund 2000 Euro Mehrkosten pro Jahr zu – es können aber auch 6000 Euro werden. Das ist zum Beispiel eine Summe, die der VfS Warstein pro Jahr schon berappen muss. „Kontraproduktiv für das allgemeine Wohl der Gesellschaft“, meinte Stägert, dem man den Unmut über die einschneidenden Veränderungen deutlich anmerkte.

Die Jugend ist im Rahmen der Einführungen der Gebühren außen vor. Deshalb votierten die Mitglieder der HSV für unveränderte Mitgliedsbeiträge für Kinder und Jugendliche. Erwachsene müssen ab 2013 acht Euro statt bisher sechs pro Monat aufbringen (96 pro Jahr ab 2013), der Beitrag der passiven Mitglieder wird von 1,50 Euro auf zwei Euro pro Monat erhöht (24 Euro) und der Familienbeitrag wird sich 2013 auf zehn Euro pro Monat statt bisher acht belaufen (120 Euro pro Jahr). Zudem plant die HSV eine massive Mitgliederwerbung, um etwaige Lücken über eine höhere Zahl an Mitgliedern zu decken. Derzeit hat die HSV rund 300 Mitglieder, im Rahmen der Gründungsversammlung war eine Zahl von 400 angepeilt worden. „Jeder Euro wird gebraucht“, betonte Stägert und hofft, eine weitere Erhöhung umgehen zu können, wenn die kronketen Zahlen seitens der Stadtverwaltung auf dem Tisch liegen. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Beitragserhöhung werden auf einem Sperrkonto aufbewahrt und sind ausschließlich für die Zahlung der Nutzungsgebühren bestimmt.

Beim Tagesordnungspunkt Wahlen hatte Stägert leichteres Spiel. Sven Gierse wurd als 2. Vorsitzender bestätigt, ebenso wie Presse- und Werbewart Eike Schmale und Marion Ludowisy (2. Geschäftsführerin). Kristina Wulf übernahm von Frank Köper den Posten der 1. Kassiererin. Köper ist nun Stellvertreter. Zudem soll der Termin für die Jahreshauptversammlung künftig früher sein, damit das sportliche und geschäftliche Jahr identisch sind. ▪

Von Markus Jentzsch

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