34-Jähriger traktiert Mitarbeiter des Werdohler Ordnungsamtes

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34-Jähriger steht vor dem Amtsgericht in Altena, weil er einen Mitarbeiter des Werdohler Ordnungsamtes traktiert haben soll.

Werdohl - Weil er einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Werdohl beleidigt und durch einen Schlag verletzt haben soll, muss sich ein 34-Jähriger seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Altena verantworten. Der Vorfall ereignete sich am 30. März, morgens um 8.15 Uhr, vor einer Spielhalle in Werdohl.

Mit Ausdrücken, die durchweg analen und sexuell denunzierenden Wortfeldern entstammten, soll der Angeklagte den Mann beleidigt haben – „unterste Schublade“, wie man zu sagen pflegt. Das schloss der Angeklagte vor Gericht nicht kategorisch aus – zu einer Begegnung scheint es an jenem Morgen also tatsächlich gekommen zu sein.

Allerdings bemühte sich der 34-Jährige vor Gericht, die Wucht der bösen Worte ein wenig abzuschwächen: „Ich habe ihn nicht so schwer beschimpft.“ Zugegebenermaßen sei er an jenem Morgen nicht ganz nüchtern gewesen und angeblich von dem Zeugen durch eine ebenfalls unfeine Äußerung provoziert worden. Es sei nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen, bei dem er mit dem Zeugen aneinander geraten sei, berichtete der Angeklagte: „Ich habe schon einmal 400 Euro Geldstrafe gezahlt.“

Schlag gegen den Kopf

Einen ebenfalls angeklagten Schlag gegen den Kopf des Ordnungshüters am Morgen des 30. März schloss der 34-Jährige kategorisch aus: „Ich bin mir 100-prozentig sicher, dass ich den Zeugen nicht geschlagen habe“, versicherte er. Der Ordnungsamtsmitarbeiter soll laut Anklage eine Schädelprellung erlitten haben. Er tritt im Verfahren deshalb selber als Kläger auf in einem sogenannten Adhäsionsverfahren. Dabei hat der Strafrichter nicht nur über die strafrechtliche Schuld eines Angeklagten zu entscheiden, sondern auch über möglichen Schadensersatz oder Schmerzensgeld. Die Stadt Werdohl stärkte ihrem Mitarbeiter durch die Entsendung zweier Kollegen den Rücken.

Zur Klärung, was sich an jenem Morgen tatsächlich ereignet hat, begrüßte der Angeklagte die Begutachtung der Aufzeichnungen einer am Tatort installierten Kamera. Dazu kam es aber nicht, weil das Gericht weiteren Aufklärungsbedarf sah. Das Verfahren wurde deshalb vorläufig ausgesetzt.

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