Angler: Ebel und Kotalla an der Spitze

Thomas Ebel setzte sich bei der Jahresmeister-Wertung der Erwachsenen klar und deutlich von der Konkurrenz ab. Vorsitzender Roy Schünert (2. v. r.) verteilte die Pokale. - Fotos: Koll

WERDOHL - Kassierer Udo Sedat verkündete eine stabile Kassenlage und sogar einen minimalen Gewinn im zurückliegenden Jahr. Die Zahl der Mitglieder sank nur unwesentlich. Doch die Angler vom AC Petri Heil klagen unter schlecht besuchten Veranstaltungen. Immer mehr Mitglieder warteten, so Vorsitzender Roy Schünert, das Wetter ab, um kurzfristig zu entscheiden, ob sie mit angeln oder nicht. Und der Anteil der AC-Mitglieder, die nicht an den zwei jährlichen Lennereinigungen teilnehmen, steige auch kontinuierlich an.

Um dem Vorstand die Möglichkeit zu geben, die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wenigstens besser planen zu können, beschlossen die Petri-Heil-Angler bei ihrer Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Restaurant Vier Jahreszeiten, dass künftigt jeder, der mit angeln wolle, sich frühzeitig verbindlich anmelden müsse.

Das ermögliche dem Vorstand auch eine zielgerichtetere Bus-Bestellung und verhindere unnötige Kosten. Zudem wurde der Eigenanteil von mitfahrenden Mitgliedern zu den Buskosten um 100 Prozent, von fünf auf zehn Euro, angehoben. Gegebenenfalls könne auch einmal eine Veranstaltung ganz abgesagt werden.

Wer sich nicht daran beteiligt, die Ufer der Lenne zu reinigen, muss im AC Petri Heil schon seit längerem einen erhöhten Jahresbeitrag zahlen. 47 von aktuell 224 Mitgliedern haben dies 2013 in Kauf genommen. Knapp 80 Mitglieder kamen zur Jahreshauptversammlung und entlasteten den Vorstand – bei zehn Enthaltungen – ohne Gegenstimme.

Sechs Veranstaltungen wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten vom Verein durchgeführt. Die Ergebnisse waren teils nur durchwachsen. So kamen zum Anangeln an die Vereinshütte zwar 29 Angler, ganze sieben Forellen waren aber das überschaubare Ergebnis. Beim Abangeln kamen auf vier Fische zwölf Angler. Aus dem Datteln-Hamm-Kanal holten 13 Sauerländer zwei Aale. Und elf Werdohler erangelten aus dem Rhein einen Aal. Als diese Zahlen am Samstag durch den zweiten Sportwart Frank Sedat verlesen wurden, kam Gelächter im Vier Jahreszeiten auf.

Vorsitzender Roy Schünert überreichte dann die Pokale: Das Anangeln am 1. Mai entschied Michael Brandt für sich, der zwei der sieben Forellen aus dem Wasser holte. Beim Kanalangeln siegte am 15. Juni Stefan Maczuga, der den zehn Zentimeter längeren Aal aus dem Datteln-Hamm-Kanal fischte. Beim Rheinangeln am 10. August in Spellen/Ork hatte schließlich einzig Thomas Ebel ein vorzeigbares Ergebnis vorzuweisen. Damit wurde der erste Sportwart des Vereins ohne Gegenwehr der anderen Rheinmeister 2013.

Immerhin 41 Weißfische auf sechs Teilnehmer machten das Pokalangeln am Edersee am 24. August zur erfolgreichsten Veranstaltung des Jahres. Florian Stern holte zehn Fische mit einer Gesamtlänge von 295 Zentimetern aus dem See, womit er Pokalsieger wurde.

Beim Königsangeln an der Fuelbecker am 3. Oktober holten 19 Teilnehmer sechs Forellen und fünf Barsche an Land. Vier der Barsche gingen auf das Konto von Daniel Brandt. Seine Fänge hatten eine Gesamtlänge von 101 Zentimetern. Damit gewann Brandt diesen Wettkampf klar für sich. Das Abangeln am 13. Oktober an der Lenne brachte Guido Schröder als Sieger hervor.

Mit 18 Punkten wurde Schröder bei der Jahresmeister-Wertung Zweiter hinter Thomas Ebel, der sich mit 26 Punkten klar absetzte. Dritter wurde Waldemar Kowalczyk (zwölf Punkte).

Reger waren im zurückliegenden Jahr die Petri-Heil-Jugendlichen. Auf ganze elf Veranstaltungen brachten sie es 2013. Marvin Kotalla sahnte dabei kräftig ab. Er wurde König, Pokalsieger und führte die Jahresmeisterschaft an. Zweiter wurde in dieser Wertung Florian Hempel, Dritter schließlich Mirco Schröder.

13 Angler kehrten dem AC in Jahresfrist den Rücken. Ein Jugendlicher und sieben Erwachsene traten neu in den Verein ein. Sieben langjährige Mitglieder wurden am Samstagabend für ihre Vereinstreue geehrt. Mike Flis, Ulrich Jeßegus und Volker Müller sind seit zehn Jahren dabei. Auf zwei Jahrzehnte bringen es derweil Karsten Fellmer, Horst Scherk und Hans Rentrop. Sogar ein halbes Jahrhundert zahlt Walter Zörner seine Beiträge.

Von Michael Koll

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