Angelsportler starten genehmigte Vergrämungsaktion an der Lenne

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Sportwart Bernd Schreier (links) ehrte am Wochenende die erfolgreichsten Pokalangler Johannes Schapendonk (2. von links), Angelkönig Horst Schniggenfittig (3. von links), Josef Zmuda (4. von links) und Harald Kock (2. von rechts). Vorsitzender Giuseppe Schapendonk (3. von rechts) und Ursula Kock (rechts) gehören dem Verein seit 15 Jahren an.

Werdohl/Altena - Die Aufgabe ihres Vereinsheims war für die Mitglieder des Versetaler Angelsportvereins zwar ein einschneidendes Erlebnis, doch der Schritt bietet den Mitgliedern auch wieder finanzielle Spielräume.

Die frustreichen Angelausflüge – der Kormoran frisst fast überall potenzielle Fänge weg – können nun auch mal wieder durch das Anmieten eines besetzten Teichs ausgeglichen werden. Ihr Glück versuchen die Versetaler nun in Altena, woher auch ein Großteil der Mitglieder stammt.

Am Samstag ließen sie in der Gaststätte Zagreb das vergangene Jahr Revue passieren. Sportwart Bernd Schreier nutzte die Gelegenheit, den Angelkönig Horst Schniggenfittig auszuzeichnen und die besten Pokalangler Josef Zmuda, Johannes Schapendonk, Sven Schniggenfittig und Harald Kock. Auch Bernd Schreier selbst hatte in den Wettbewerben gut abgeschnitten und landete in der Jahreswertung auf Platz 3. 

Guter Fang wird immer schwieriger

Allerdings wird es immer schwieriger für die Sport- und Hobbyangler, einen guten Fang nach Hause zu bringen: Gewässerwart Harald Kock berichtete von zahlreichen Nullfangmeldungen im vergangenen Jahr. Aus dem Kreise der Versammlungsteilnehmer war deutlich zu vernehmen, warum: „Wenn man beim Ankommen schon sieht, wie es sich der Kormoran an den Fischtreppen entlang der Lenne gemütlich macht, dann braucht man gar nicht mehr auszupacken...“ 

Auch dem Kormoran zuvorzukommen scheint wenig Sinn zu machen: Trotz früher – in der Versammlung auch als zu früh bemängelter – Termine um 6 Uhr am Morgen, beißen die Fische nicht besser. „Wir starten jetzt noch mal eine genehmigte Kormoran-Vergrämungsaktion“, berichtete Vorsitzender Giuseppe Schapendonk den Teilnehmern der Jahrshauptversammlung am Samstag. Weitere Mitwirkende sind ausdrücklich eingeladen, sich anzuschließen. 

Versereinigungsaktionen im März

Bevor es ans Anangeln 2017 geht, stehen am 18. und 25. März die Versereinigungsaktionen an. Am 29. April wird dann endlich wieder die Rute ausgeworfen, los geht es um 6 Uhr an der Fuelbecker Talsperre. Dort findet am 29. Juli auch das Spätangeln ab 18 Uhr und ein noch nicht terminiertes Angeln der Interessengemeinschaft Lennetaler Sportfischer statt. Königsangeln ist diesmal am Weser-Dattel-Kanal am 5. August, wo auch das diesjährige Abangeln am 7. Oktober stattfinden wird. Zu beiden Terminen treffen sich die Teilnehmer an den Stadtwerken Altena.

Ob beim Dreier-Pokalangeln am Rhein viel zu holen sein mag, wagte der zweite Vorsitzende Horst Schniggenfittig am Samstag zu bezweifeln: Auch dieses Gewässer sei von zahlreichen Nullfängen betroffen. Weil solche Erlebnisse – insbesondere auch für die Vereinsjugend – sehr frustrierend sein können, soll nun nach Möglichkeit mal ein besetzter Teich angemietet werden. „Die finanziellen Möglichkeiten haben wir nach der Aufgabe des Vereinsheims wieder dafür“, berichtete Kassierer Jan Peters. 

Ehrungen für 50 und 15 Jahre Mitgliedschaft

Die zehn Jahre im eigenen Domizil seien zwar sehr schön gewesen, hätten den Verein aber beinahe finanziell ruiniert. Im Wirtschaftsplan 2017 steht nach der Aufgabe ein Plus von 1800 Euro. „Da können wir für uns und für die Jugend mal was Attraktives buchen.“ 

Ehrungen gab es im Zuge der Jahreshauptversammlung auch: Gerhard Hülle (nicht anwesend) gehört dem Verein schon seit 50 Jahren an. 15 Jahre dabei sind Carsten Höhnke, Ursula Kock und Giuseppe Schapendonk. Bei ihm können sich Interessenten jederzeit melden, wenn es um die Ausstellung von Tagesangelscheinen geht. 

Auch Anmeldungen zu den Veranstaltungen nimmt der Vorsitzende an unter der Rufnummer 02352/331229. Weitere Kontakdaten und Termine gibt es im Internet unter www.vasv1936.de.

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