Online ausleihen in der Werdohler Stadtbücherei

WERDOHL ▪ Ab Dezember sollen auch elektronische Medien in der Werdohler Stadtbücherei zur Ausleihe angeboten werden. Das berichtete Klaudia Zubkowski, Leiterin der Bücherei, am Dienstagabend im Rahmen der Kulturausschusssitzung. 25 Büchereien hätten sich nun zu einem Verbund zusammengeschlossen, um die so genannte Onleihe anbieten zu können.

Von Alisa Kannapin

Über die Onleihe können Inhaber eines Büchereiausweises aus bis zu 25 000 Medien wie E-Books oder E-Paper wählen und sie dann über Tablet-PCs oder E-Reader ausleihen.

Durch den Zusammenschluss der Büchereien zu einem Verbund seien die Kosten für das neue Angebot überschaubar geworden, so Zubkowski. Die Werdohler Büchereileiterin rechnet mit Kosten von 1000 Euro jährlich. Zur Deckung dieser Summe seien Landesmittel beantragt worden. Der Förderbescheid stehe allerdings noch aus.

Damit künftig alle Nutzer der Bücherei auf die Onleihe zugreifen können, wollen Zubkowski und ihr Team auch mobile Lesegeräte anschaffen. „So können auch neue Kunden, die sonst nicht in die Bücherei kommen, hinzugewonnen werden“, meint Zubkowski.

Des Weiteren berichtete Zubkowski, dass sich die Stadtbücherei immer mehr zu einem Lernort entwickele. „Viele Nutzer kommen, um zu lernen oder den PC zu nutzen, um Bewerbungen zu schreiben“, sagte Zubkowski. Momentan biete die Bücherei ihren Besuchern 36 300 Medien an – 29 700 Bücher, 6596 „Non-Books“ wie CDs oder DVDs, 138 Spiele und 28 Zeitschriftenabos.

Die Mitglieder des Kulturausschusses diskutierten außerdem über die von der Verwaltung im Rahmen des Sparpaketes vorgeschlagene Erhöhung der Fernleihegebühren sowie über die geplante Erhöhung von Eintrittspreisen für Erwachsene bei Veranstaltungen in der Bücherei.

SPD-Politiker Wilhelm Jansen forderte, die Fernleihegebühr nicht – wie von der Verwaltung vorgeschlagen – von zwei auf 2,50 Euro zu erhöhen. Auch mit der Anhebung der Eintrittspreise für Veranstaltungen von fünf auf sechs Euro tat sich Jansen schwer.

Ulrike Jadzewski (CDU) forderte, dass die Mahngebühren bei der ersten Mahnung nicht wie bisher ein Euro betragen sollten, sondern 2,50 Euro. Die Verwaltung hatte lediglich eine Erhöhung um 50 Cent auf 1,50 Euro vorgeschlagen. Jadzewski begründete ihren Vorschlag damit, dass jeder Büchereikunde selbst für die Einhaltung der Fristen verantwortlich sei. Büchereileiterin Klaudia Zubkowski lehnte den Vorschlag der CDU-Politikerin jedoch ab: „Wenn die Mahngebühren so drastisch erhöht werden, werden Schüler verschreckt, die zum ersten Mal mehrere Bücher ausleihen und dann vergessen, diese pünktlich zurückzugeben“.

Diese Argument leuchtete den Ausschussmitglieder ein. Sie einigten sich nach kurzer Diskussion darauf, dass weder die Fernleihegebühr noch die Eintrittspreise erhöht werden sollen. Ansonsten zeigten sie sich mit den Vorschlägen der Verwaltung einverstanden.

Über die Neufestsetzung der Jahres-, Mahn- und Fernleihegebühren sowie über die Neufestsetzung der Eintrittsgelder bei Veranstaltungen für Erwachsene in der Stadtbücherei werden die Mitglieder des Hauptausschusses am Montag, 17. Dezember beraten. Der Rat entscheidet abschließend in seiner Sitzung am Montag, 17. Dezember

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