Anfassen erlaubt

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André Dreweck (r.) erklärte interessierten Bürgern die Ausrüstung der Feuerwehrfahrzeuge. ▪

WERDOHL ▪ Was er später einmal werden will, weiß der kleine Fynn (2) schon ganz genau: Feuerwehrmann. Beim Tag der offenen Tür des Löschzugs Eveking konnte er seinen Berufswunsch schon einmal austesten. Probeweise nahm er unter Papas Regie im Führerhaus Platz und löste gleich das Blaulicht aus.

Wie Fynn und seine Eltern, lockte die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Samstag viele Besucher. Besonders die Jüngeren unter ihnen kamen voll auf ihre Kosten. Bei verschiedenen Spielen konnten sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. So waren beim Kistenstapel Mut und Konzentration gefragt. Eine Getränkekiste nach der anderen stapelnd, bauten sich die Klettermaxe ihren wackeligen Turm in die Höhe. Zwar wurde der Rekord von 19 Kisten am Samstag nicht geknackt, neun bis zehn Kisten schafften aber die meisten.

Schnelligkeit und Geschick dagegen konnten die Kinder beim Löschspiel testen. Hier konnten sie ihr Talent als Nachwuchsfeuerwehrmänner erproben und mit dem Wasserschlauch ein kleine Holzfeuer „löschen“. Etwas ruhiger ging es an der Malstation zu. Der Höhepunkt war für die meisten kleinen und großen Besucher allerdings die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr zu werfen. So hatte die Löschgruppe ihre vier Fahrzeuge neben der Halle geparkt und stand den Interessierten mit vielen Informationen rund um die Fahrzeuge und die Verwendung der Werkzeuge zur Seite. So konnten die Besucher nicht nur erfahren was der Unterschied zwischen dem Einsatzleitfahrzeug, dem Löschwagen und dem Gefahrgutwagen ist, auch die einzelnen Gerätschaften wurden ausführlich kommentiert. Anfassen war bei den meisten Gegenständen ausdrücklich erlaubt.

Bei Kaffee, Kuchen, Würstchen und frisch Gezapftem feierte die Löschgruppe ihr neues Domizil. Und das Urteil darüber fällt einstimmig aus. Das neue Feuerwehrgeräte Haus der Löschgruppe Eveking kommt an. „Wir erhalten ein durchweg positives Echo“, freute sich Stadtbrandinspektor Manfred Theile. Die Besucher seien überrascht von der Großzügigkeit der Halle und des sozialen Traktes, erklärte er. Die alten Platzprobleme seien nun endgültig gelöst. Den ganzen Tag über führte der Stadtbrandinspektor Besucher durch die neuen Räume. „Das ist seit langem der erste Tag der offenen Tür“, freute er sich. Doch am späten Nachmittag tauschte auch er seine Uniform mit der Alltagskleidung und mischte sich unter die Feiernden. Denn am Abend hatte die Löschgruppe eine „Blaulichtparty“ organisiert. Hier sorgte Martin Prüfer für die richtige Stimmung. ▪ ch

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