Haushalt mit knappem Überschuss verabschiedet

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Ein imposantes Bild boten die vielen uniformierten Feuerwehrmänner Montag im Sitzungssaal des Rathauses, die zur Ernennung ihres Kameraden Andreas Wäscher zum stellvertretenden Wehrleiter gekommen waren. Als Wäscher die Ernennungsformel nachgesprochen hatte und ihm die Bürgermeisterin gratulierte, applaudierten die Männer – ein echter Gänsehautmoment. 

Werdohl - Die Diskussion über den SPD-Antrag für einen attraktiven Neujahrsempfang der Stadt stand Montagabend fast schon symbolisch im Mittelpunkt der Haushaltsverabschiedung für 2019. Obwohl ein Überschuss von knapp 100 000 Euro ausgeschrieben ist, will die Mehrheit im Rat nicht ehemalige Sparbeschlüsse rückgängig machen.

Kämmerer Grabs erklärte, dass die jüngsten Verbesserungen bei den Schlüsselzuweisungen nicht in den aktuellen Haushalt eingerechnet worden seien. Die 250 000 Euro, die die Stadt voraussichtlich zusätzlich bekommen wird, würden als Sicherheitsreserve verstanden.

Alle vier Fraktionsvorsitzenden gingen in ihren Haushaltsreden auf den Jahresempfang ein. Der Bürgerstammtisch hatte frühzeitig erklärt, den Jahresempfang aus personellen Gründen nicht mehr organisieren zu können. Beim letzten städtischen Jahresempfang standen 12 000 Euro Personalkosten der Verwaltung dafür im Haushalt. 1500 Euro Spenden kamen herein. Die SPD hatte im Rahmen der Haushaltsplanberatungen beantragt, den Jahresempfang wieder in städtische Hand zu geben, um daraus eine besonders attraktive Veranstaltung zu machen. Beim Jahresempfang solle laut SPD wieder den Ehrenamtlern mehr Anerkennung zuteil werden.

CDU, WBG und FDP argumentierten unisono, dass der 69-Punkte-Sparpakt nicht angetastet werden dürfe. Dasselbe sagte Kämmerer Grabs: Die Stadt sei durch die Bezirksregierung vertraglich gezwungen, sich an frühere Vereinbarungen zu halten. Der Antrag wurde zwar mit Bedauern, aber mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Alle Fraktionssprecher betonten überdies, dass sie stolz auf das gemeinsam für Werdohl Erreichte seien. Ausnahmslos waren sie sich darüber einig, dass es gemeinsam gelungen sei, Werdohl attraktiver und schöner zu machen. Nachdem im Innenstadtbereich und Ütterlingsen viel geschehen sei, wollen die Politiker sich dafür einsetzen, dass auch in den übrigen Stadtteilen positive Entwicklungen auf den Weg gebracht werden.

Alle vier Redner lobten und bedankten sich bei den zahlreichen Ehrenamtlern, die mit ihrem Einsatz für die Stadt viel Gutes erreicht hätten. In diesem Sinne wurde auch die Freiwillige Feuerwehr erwähnt und betont, dass man in den kommenden Jahren ein mehrere Millionen Euro teures Feuerwehrgerätehaus am Grasacker bauen werde.

Zu Beginn der Sitzung stellten zahlreiche Bürger aus dem Bereich Vorder- und Hinterbrenge Fragen zum Gebiet Rosmart 2.0. Darüber werden wir noch ausführlich berichten.

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