Andrang in der Realschule

Schulleiter Bernd Bunge wollte selbst nicht zu viel loben.

WERDOHL - Natürlich werde er nur gut über seine Schule reden, gestand Realschulleiter Bernd Bunge beim Grundschultag am Samstagmorgen. Deshalb wolle er auch gar nicht so viel sagen. Das überließ er lieber vier Eltern von Sechst- bis Achtklässlern sowie zwei ehemaligen Schülern.

Von Michael Koll

In der sehr gut gefüllten Aula saßen aktuelle Viertklässler mit ihren Eltern. Denen erzählten die Mütter der Realschüler, dass an der Werdohler Schule „Jeder Jeden kennt“, dass dort „kein Schüler eine Nummer“ sei und „jeder Lehrer stets ein offenes Ohr für die Probleme der Mädchen und Jungen“ habe.

Die ehemaligen Schüler der Institution an der Brüderstraße waren auch voll des Lobes: Sie erinnerten sich an eine „super Klassengemeinschaft“ und berichteten, sie seien „bestens vorbereitet“ gewesen für ihre Ausbildung beziehungsweise für den weiterführenden Besuch des Gymnasiums in Lüdenscheid. An der Realschule sei ihnen „eine gute Allgemeinbildung vermittelt“ worden und überhaupt: „Das ist recht cool hier.“

Dann ergriff Lehrerin Annedore Rottmann das Wort. Sie beruhigte die zukünftigen Schüler, dass sie den Übergang von der Grund- zur Realschule langsam vonstatten gehen lassen könnten, „schließlich kommen viele neue Fächer auf Euch zu – wie Französisch und Technik“. Und wenn es ihnen trotz ausgiebiger Eingewöhnung einmal nicht so leicht von der Hand ginge: Bei der Hausaufgabenbetreuung sind die Größeren aus der neunten oder zehnten Klasse immer zur Stelle, um Hilfestellungen zu geben, versprach die Pädagogin. Ihr Schlusswort: „Wenn Ihr hier weg seid, wisst Ihr: Was will ich? Was kann ich?“

Auf ältere Schüler trafen die Noch-Viertklässler dann beim Rundgang durch die Schule. Mit denen konnten sie beispielsweise im naturwissenschaftlichen Trakt spannende Experimente durchführen. Die Eltern sprachen derweil mit Lehrern und Elternvertretern der Realschule.

Schulleiter Bunge zeigte sich begeistert. Der Andrang und somit das Interesse an seiner Realschule war enorm. Ob dies schon ein Ergebnis seiner Flyer-Aktion in Werdohl und den umliegenden Städten sei, wollte er nicht behaupten. „Den Erfolg der Flugblätter kann ich erst einschätzen, wenn die Anmeldezahlen vorliegen.“

Die Anmeldezeiten sind am 14. und 15. Februar, jeweils von 8 bis 13 sowie von 15 bis 18 Uhr.

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