Amtsgericht verurteilt Werdohler zu Geldbuße

Werdohl - Weil er Leistungen des Jobcenters in Höhe von 491 Euro zu Unrecht bezogen hatte, musste sich ein 23-jähriger Werdohler im Amtsgericht Altena dem Vorwurf des Betruges stellen.

Der junge Mann hatte Mitte September 2013 eine Arbeit aufgenommen. Eine entsprechende Meldung war im Arbeitsamt zunächst nicht registriert worden. Er habe den Sachverhalt an einer Info-Theke geschildert und sei auf einen Termin bei dem für seinen Leistungsempfang zuständigen Sachbearbeiter verwiesen worden, versicherte der Angeklagte. Dieser Sachbearbeiter hielt es für unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen, dass eine solch wichtige Information innerhalb des Hauses nicht weitergegeben worden sei.

Der Angeklagte seinerseits hatte es versäumt, den völlig unstreitig ausstehenden Betrag vor der Verhandlung an das Jobcenter zu überweisen. Allerdings hatte sich in seinem Leben einiges zum Positiven gewendet: Sein Job erlaube es ihm, alte Schulden nach und nach abzutragen, berichtete er. „Ich arbeite jeden Tag acht bis zehn Stunden.“ Er habe „nicht nachgedacht“ in jener Zeit, als all diese Schulden entstanden und es erste Verurteilungen vor Gericht gab. „Ich habe mein Leben grundlegend geändert.“

Viel sprach dafür, dass das der Wahrheit entsprach. Ohne einen Denkzettel konnte der 23-Jährige das Gericht dennoch nicht verlassen: Nach Zahlung einer Buße von 250 Euro an die Justizkasse und der Rückzahlung der 491 Euro an das Jobcenter wird das Verfahren endgültig eingestellt. - thk

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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