Familienstreit vor Gericht geklärt

WERDOHL ▪ Weil er mit den Fäusten auf den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin losgegangen war, musste sich am Dienstag ein 27-jähriger Lüdenscheider vor dem Amtsgericht Altena verantworten.

Der Mann hatte laut Anklage die Mutter seines Sohnes zur Rede stellen wollen, weil der bei ihr lebende Sprössling mittlerweile den neuen Lebensgefährten seiner Mutter als Papa anredet.

Der Angeklagte und ein weiterer Unterstützer klingelten also an der Tür seiner Verflossenen in Werdohl. Sie versuchten sich dort gewaltsam Einlass zu verschaffen, und wurden trotz strategischer Überlegenheit von der 22-jährigen Kindsmutter und deren kräftig gebautem Freund aus der Tür gedrängt.

Die Angelegenheit wäre wahrscheinlich beendet gewesen, wenn der neue Freund der jungen Dame nicht hätte klären wollen, ob die Angreifer wirklich mitsamt den mitgebrachten Eisenstangen abgerückt waren. Dabei begegneten sich die Kampfhähne erneut, es kam zu Schlägen und einer Sachbeschädigung, deren Schaden sich immerhin auf knapp 160 Euro summierte.

Da sich seit diesem Vorfall am 5. Januar dieses Jahres keine derartigen Vorfälle mehr zugetragen hatten, setzte Richter Dirk Reckschmidt auf einen Ausgleich zwischen den Parteien. Gegen Zahlung von 150 Euro an die geschädigten Hausbesitzer stellte er die endgültige Einstellung des Verfahrens in Aussicht.

Der Angeklagte konnte einigermaßen zufrieden mit seiner neuen Lebensgefährtin und einem vier Monate alten Baby das Amtsgericht verlassen. ▪ thk

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