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Ampelschaltung „katastrophal“: Politiker kritisieren Verkehrssituation in Werdohl

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Von: Carla Witt

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Da die Brücke über die Lenne nur noch einseitig befahrbar ist, bilden sich vor der Ampel zeitweise lange Staus. Besonders für die Anwohner der Seitenstraßen sei es dann schwer, sich in den Verkehr einzuordnen.
Da die Brücke über die Lenne nur noch einseitig befahrbar ist, bilden sich vor der Ampel zeitweise lange Staus. Besonders für die Anwohner der Seitenstraßen sei es dann schwer, sich in den Verkehr einzuordnen. © Witt, Carla

„Wann gelingt es uns, einen kompetenten Ansprechpartner von Straßen.NRW ins Rathaus zu bekommen?“ Das wollte der WBG-Fraktionsvorsitzende Thorsten Hänel am Montag während der Ratssitzung wissen.

Werdohl – Mit Blick auf die Verkehrssituation in Werdohl sei es höchste Zeit, „kompetente Leute mit Fragen zu löchern“ erklärte Hänel. Dabei verwies er unter anderem auf die einspurige Verkehrsführung über die alte Lennebrücke und die noch nicht befahrbare Behelfsbrücke – und die damit verbundene Ampelschaltung. Letztere bezeichnete der WBG-Vorsitzende als „katastrophal“. Lange Rückstaus seien an der Tagesordnung. Auch die Baustelle am Rutenpaul und die Sperrung in diesem Bereich, von der zuvor „niemand gewusst“ habe, kritisierte Hänel scharf: „Das geht so alles nicht weiter.“

Das konnte Dirk Middendorf (CDU) nachvollziehen. „Ich hätte das Thema auch noch einmal angesprochen“, sagte er mit Blick auf die Verkehrsprobleme in Verbindung mit der Behelfsbrücke. Die Ampelfrequenz im Bereich der dortigen Baustelle werde ohne ersichtlichen Grund ständig geändert. Mal könnten nur vier Autos bei Grün fahren, mal seien es mehr. Anwohner in diesem Bereich hätten zu bestimmten Zeiten überhaupt keine Chance, sich in den Verkehr einzuordnen. „Es ist nur Glück, dass noch nichts passiert ist“, resümierte er.

Stefan Ohrmann (CDU) beschäftigte ebenfalls die Baustelle am Rutenpaul. Er wollte wissen, welche Konsequenzen die Sperrung für die Fahrgäste der MVG hat.

„Mit der Baustelle am Rutenpaul hat der Landesbetrieb Straßen.NRW nichts zu tun“, stellte Bürgermeister Andreas Späinghaus fest. Den kritischen Worten der Kommunalpolitiker schloss sich der Sozialdemokrat aber dennoch in vollem Umfang an: „Dann laden wir uns mal jemanden ein, der uns Antworten geben kann“, versprach Späinghaus, sich um das Anliegen von Thorsten Hänel zu bemühen.

Das Thema „Baustellen“ war damit im Rat aber noch nicht beendet: Christdemokrat Daniel Bartke verwies auf die Osmecke. Dort seien Leitungen verlegt worden, schon seit Wochen fehle nun aber die oberste Deckschicht der Straße. „Wer haftet denn für Schäden, die durch diesen Zustand an den Autos entstehen können?“, fragte Bartke. Die Antwort aus der Verwaltung kam prompt: Der Auftraggeber der Arbeiten – in diesem Fall die Telekom, die auch im Werdohler Stadtgebiet den Breitbandausbau vorantreibe – und die bauausführende Firma seien im Ernstfall verantwortlich. Soweit müsse es doch sicher nicht kommen, unterstrich Bartke – und bat das Stadtoberhaupt um Klärung der Frage, wann die Fahrbahn der Osmecke fertiggestellt werde.

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