Polizei ermittelt

Firma im MK: Mann erhält Mail mit irrer Anweisung für Amazon - von seinem Chef

In einer E-Mail von seinem Chef erhielt ein Mann aus Werdohl seltsame Anweisungen für Amazon. Trotzdem befolgte er sie - und bemerkte zu spät seinen Fehler.

Werdohl - Mit einer dreisten Betrugsmasche über das Internet ergaunerte ein Hacker von einem Werdohler mehrere hundert Euro - über einen Amazon-Trick. Der Mann hatte eine E-Mail seines vermeintlichen Chefs erhalten, in der er zu allzu seltsamen Sachen aufgefordert wurde. Er befolgte die Anweisungen - und war am Ende deutlich ärmer als zuvor.

StadtWerdohl
KreisMärkischer Kreis
Einwohner17.657 (31. Dez. 2019)
Fläche33,39 km2

Der Mann aus Werdohl wurde in der „Chef“-Mail dazu aufgefordert, drei Geschenkgutscheine beim bekannten Online-Warenhaus Amazon zu kaufen, die Code-Nummern zu fotografieren und als Antwort-E-Mail zurückzuschicken. Dies tat der Mitarbeiter und telefonierte erst im Anschluss mit seinem tatsächlichen Vorgesetzten und erfuhr so, dass der E-Mail-Account des Chefs gehackt worden war.

Amazon-Email vom „Chef“: Betrüger sammeln viele Informationen über Vorgesetzten und Unternehmen

Ob das Online-Warenhaus die Gutscheine ausbuchen kann, war zum Zeitpunkt der Anzeigen-Aufnahme offen, teilte die Polizei mit. Der Täter kombinierte in diesem Fall zwei beliebte Tricks: Das Hacken von Daten und die sogenannte CEO-Fraud-Masche.

Hierbei schlüpfen Betrüger in die Rolle des Chefs. Sie verschaffen sich zuvor detaillierte Informationen zum Beispiel über die Handlungsbevollmächtigten und anstehende Geschäftsreisen der Geschäftsführer, geplante Investments und E-Mail-Adressen. Während der Chef dann zum Beispiel im Ausland weilt, bekommt sein Assistent oder der Leiter der Buchhaltung eine E-Mail.

E-Mail vom vermeintlich Vorgesetzten: Nur ein kleines Detail verrät den Betrug

„Manchmal unterscheidet sich die gefälschte E-Mail-Absenderadresse durch einen einzigen Buchstaben von der echten Adresse des Chefs“, so die Polizei. Häufig fordert der angebliche Chef eine sofortige Geld-Überweisung. Im Fall des Mannes aus Werdohl waren es Code-Nummern für Geschenkgutscheine eines Online-Warenhauses.

Dass E-Mail-Konten nach wie vor häufig gehackt würden, erklärt die Polizei mit zu simplen Passwörtern, die viele Bürger verwendeten. „Schlimmstenfalls öffnet das viel zu simple Passwort als eine Art Generalschlüssel dann auch gleich die Tür zu mehreren Online-Diensten wie E-Mail und Kundenkonten“, warnte die Polizei in ihrem Bericht abschließend.

Die Maschen von Betrügern sind in vielen Fällen dreist - unglaublich liest sich jedoch dieser Fall aus NRW: Ein 45-Jähriger opferte für einen millionenschweren Betrugsversuch seine Hand.

Im MK kommt es immer wieder zu Betrügereien mit Gewinnspielen: Sie habe 40.000 Euro in Fernsehlotterie, glaubte eine Frau aus Altena.

Rubriklistenbild: © Mark Lennihan

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare