Amateurfunker: Ohne Kassierer keine Wahlen

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Der Neuenrader Karl-Heinz Jagals (links) ist seit 60 Jahren im Verein. Vorsitzender Steffen Freund gratuliert.

Werdohl - Etwas anders als geplant verlief am Samstag die Jahreshauptversammlung des Distriktes Westfalen-Süd des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC), zu der sich die Vertreter von 50 Ortsverbänden im Vier Jahreszeiten getroffen hatten. Seit mehr als 50 Jahren kommen die Amateurfunker zu ihrer Versammlung nach Werdohl – diesmal war bereits nach dem Mittagessen Schluss.

Grund war der Kassierer, der sich kurzfristig abgemeldet hatte. An ihn gab es jedoch einige Fragen, die so nicht beantwortet werden konnten. Eine Entlastung des Vorstands und Neuwahlen blieben damit außen vor – die Versammlung vertagte sich auf den 14. Juni. Dann wird sie allerdings nicht in der „goldenen Mitte des Bezirks“ Werdohl fortgesetzt, sondern in Unna, wo bereits eine Veranstaltung für das Wochenende geplant ist.

An der dortigen Werner-Siemens-Gesamtschule gibt es eine erfolgreiche Amateurfunk-AG. Eine tolle Sache, wie Distrikt-Vorsitzender Steffen Freund der Versammlung berichtete. Am 14. und 15. Juni findet an der Schule ein für alle offener Jugendfieldday mit vielen Aktionen statt.

Solche Aktivitäten seien dringend notwendig, so Freund, denn auch der DARC verliert laufend Mitglieder. Im Distrikt Westfalen-Süd sind noch rund 1640 dabei. Mit einer gerade neu gegründeten Gruppe Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit will der Club wieder mehr Jugendliche für den Amateurfunk begeistern.

Dass der auch in Internet-Zeiten interessant ist, erzählte am Rande der Versammlung Karl-Heinz Jagals aus Neuenrade. Er wurde am Samstag, neben anderen Mitgliedern, für seine 60-jährige Mitgliedschaft im DARC geehrt. An der Technik habe sich vieles geändert, berichtete er, aber der Reiz, selbst etwas zu bauen, sei geblieben. Mit der Kurzwelle stehe ihm die Welt offen, viele Kontakte habe er in all den Jahren geknüpft: „Das geht rund um den Globus.“ - higo

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