Alles, was man über Kaffee wissen muss

Bärbel Meyrich in ihrer Rolle. Sie trug zusammen mit Klaus Finke Texte rund um das Thema Kaffee vor.

WERDOHL ▪ Mehr als 30 Mal hieß es im Rahmen der Kultur-Café-Reihe schon herzlich willkommen. Für den Sonntagnachmittag hatte sich der veranstaltende Beirat des Kulturvereins Werdohl und die beteiligten Künstler ein Thema ausgesucht, das konkurrenzlos gut zum Anlass passte: Kaffee. Ein Thema, das für einen glänzend besuchten Saal im Kleinen Kulturforum sorgte.

Angekündigt hatten sich die beiden Rezitatoren Bärbel Meyrich und Klaus Finke, sowie die Musiker Inna Kogan und Detlef Seidel. „Kaffee für alle Sinne“ lautete das Motto der Veranstaltung und versprühte von Beginn an den Charme eines Wiener Café-Hauses. Der Duft des schwarzen Saftes mit dem aufmunternden Charakter lag noch in der Luft als Inna Kogan zum ersten Mal zur Violine griff, begleitet von Detlef Seidel am Klavier.

Im Wechsel überließen sich die Musiker und Rezitatoren die Bühne. „Eine stimmungsvolle Ergänzung“, war sich der Beirat einig, dass Musik und Texte perfekt harmonieren würden.

Ziegenhirten aus dem Königreich Kaffa haben wir es angeblich zu verdanken, dass der Kaffee in all seinen Zubereitungs-, Geschmacks- und Darreichungsformen heute unser modernes Leben bereichert. Im 17. Jahrhundert, so die Legende, hätten die Hirten bemerkt, dass ihre Ziegen, wenn sie Früchte von einer bestimmten Pflanze zu sich genommen hatten, anschließend die Nacht zum Tag machten. Mönche sollen sich dann als erste aus den Früchten ein Getränk zubereitet haben und wären sodann in der Lage gewesen, bis spät in der Nacht hellwach beten zu können.

Meyrich und Finke hatten sämtliche Quellen angezapft, das Internet, Bücher und Magazine, und verlasen am Sonntag dann ihre gesammelten Werke. In rhetorisch versierter Manier – zur Freude des Auditoriums. Sie gaben amüsante Anekdoten zum Besten und klärten über die historischen Hintergründe auf. Ein kurzweiliger Nachmittag im Werdohler Kultur-Café.

Von Markus Jentzsch

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