Ferienprogramm: Alles selbst gemacht

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Leonhard und Jonas schießen mit selbst gebauten Pfeilen und Bogen. „Alles, was mit Rittern, Prinzen und Prinzessinnen zu tun hat, kommt bei den Kindern gut an“, sagt Jugendpfleger Tobias Chylka.

Werdohl - Im Mittelalter musste man noch vieles selbst machen, wie zum Beispiel Stoffe einfärben. Um diese aufwändige Arbeit nachvollziehen zu können, wurde jetzt im Rahmen des Ferienprogramms der Jugendpflege genau das getan: Es wurde getöpfert, Pfeil und Bogen selbst gebaut – und Stoffe gefärbt.

Das übergreifende Thema des Ferienprogramms ist eine Zeitreise. Nachdem die Kinder unter anderem wie in der Antike Papier schöpften (wie bereits berichtet), widmen sie sich in dieser Woche dem Mittelalter. „Selbst die Farben, mit denen wir die Stoffe färben, sind nicht gekauft, sondern selbst gemacht. Benutzt haben wir dafür Brennnessel, Efeu, Karotten, Tee, Rote Beete und Zwiebeln“, berichtet Erzieherin Anna-Katharina Reith.

Mit Handschuhen geschützt, tauchten die Kinder weiße Tücher in große, mit den Farben gefüllte Töpfe und Eimer, bis das Weiß einem Rot-, Gelb-, oder Grünton gewichen war. „Das sind Naturfarben, deshalb sind die natürlich nicht so knallig wie auf Euren T-Shirts aus der Fabrik“, erklärte Reith den Kindern. Nachdem die Tücher getrocknet sind, können sie weiterverarbeitet werden. „Wir haben zum Beispiel Lavendel gekauft, dann können die Kinder Duftkissen nähen“, sagte Reith.

Doch nicht nur Stoffe wurden gefärbt. Leonhard und Jonas zum Beispiel übten sich im Bogenschießen mit selbst gebauten Flitzebogen. „Beim Thema Mittelalter sind natürlich sofort Ritter, Schwerter und Pfeil und Bogen in den Köpfen der Kinder“, sagte Jugendpfleger Tobias Chylka. In der Holzwerkstatt durften die Kinder unter Aufsicht sägen, hämmern und andere Dinge tun, die sie sonst zuhause nicht tun würden.

"So Sachen wie ein Lagerfeuer oder alles was mit Rittern, Prinzen und Prinzessinnen zu tun hat, kommt bei den Kindern super an“, sagte Chylka. So wurde auch über das Leben im Mittelalter gesprochen, die verschiedenen Räume in einer Burg wurden identifiziert und ein Plakat wurde angefertigt. Außerdem ist noch ein Mittelalterquiz geplant. „Das wollen wir im Wald machen, deshalb konnten wir das bis jetzt wegen des Wetters noch nicht machen“, sagte Reith.

In der kommenden Woche erreichen die Kinder und ihre Betreuer die Neuzeit und werden unter anderem Experimente durchführen.

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