Arbeiten liegen im Zeitplan

Alles dicht im Lenne-Flussbett: 240 Tonnen Beton verarbeitet

+
In diesen Tagen wurde die Betonierung des Lenne-Dükers abgeschlossen. Vom Betonlieferanten Hilgenrath aus Sundern kam eine Ladung nach der anderen am Lenneufer an und wurde per „Bombe“ vom Baggerführer Hempel auf die Leitungen gegossen.

Werdohl – Ein großer Schritt in Richtung Sanierung der Lennebrücke ist in diesen Tagen getan – die Versorgungsleitungen, die nicht mehr durch die neue Brücke führen dürfen, sind durch die Lenne verlegt.

Ein Fachunternehmen hat auch schon die Druckprüfungen der neuen Leitungen bestätigt: Alles dicht im Lenne-Bett, und Massen von Beton sind auch schon drauf. 

Die Baustelle in der Lenne neben der seit mehr als fünf Jahren teilgesperrten Brücke besteht grob gesagt aus zwei Abschnitten. Im ersten Abschnitt sind 15 Leitungsstränge aus der Straße heraus zunächst durch den Obergraben und jetzt durch die Lenne verlegt worden. Im zweiten Bauabschnitt werden die bestehende Staustufe angeschüttet und das Lenne-Bett über 120 Meter in eine sanft abfallende Sohle verwandelt. Mit diesen Arbeiten ist die Neuenrader Tiefbaufirma Ossenberg beauftragt, Projektleiter ist Dirk Fiedler. „Wir liegen gut im Plan“, kann er berichten. 

Eine Gasleitung, eine Wasserleitung und 13 Rohre für Strom und Telekommunikation sind unterhalb der Lenne in einem Düker einbetoniert worden.

Auf 110 Metern quer durch die Lenne

Verlegt wurden auf 110 Metern Länge quer durch Obergraben und Lenne insgesamt 15 Rohrleitungen. Je eine große für Wasser und Gas, 13 kleinere für Strom und Telekommunikation. Aus der Iserlohner Niederlassung der Spie-SAG-Gruppe waren Techniker gekommen, um die Wasserleitung mit Stickstoff und die Gasleitung mit Druckluft auf Dichtigkeit zu prüfen. Übrigens: Eine Wasserleitung darf nicht mit Druckluft geprüft werden, weil trotz eines Ölabscheiders immer noch Öl-Reste in der Druckluft verbleiben können. Öl darf aber nie in einer Wasserleitung sein, deshalb muss man teuren Stickstoff verwenden. 

Mehr zum Bauprojekt in der Lenne lesen Sie hier.

In den kommenden Tagen treffen sich die Vertreter der Unternehmen, die die Leitungen betreiben. Allen voran sind das die Stadtwerke für Wasser und Gas, aber auch die Enervie als Stromversorger ist dabei, ebenso wie Anbieter von Telekommunikation. Die Fachleute planen unter anderem, wie die Kabel durch die Leerrohre gezogen werden sollen. Dazu müssen an einigen Stellen so genannte Kabelzuggruben eingerichtet werden. Alles ganz schön kompliziert – die Arbeiten werden von einem Ingenieurbüro geleitet. 

Zwei Tage lang wurde betoniert

Zwei Tage lang wurden die Leitungen ins Lenne-Bett einbetoniert, insgesamt 100 Kubikmeter Beton – umgerechnet sind das 240 Tonnen – wurden in den Düker gegossen. Das schafften gerade einmal drei Männer: Einer am Betonmischer, einer im Bagger und einer mit Gummistiefeln und Harke im Beton. 

So sieht der Düker über die gesamte Lennebreite von 110 Metern aus. Die Baustraße (links) verschwindet wieder.

Wenn der Beton komplett ausgehärtet ist, kommt verdichtetes Bodenmaterial darauf. Weitere 2000 Kubikmeter Boden werden für den Bau der Sohlgleite gebraucht. Etwa zwei Wochen soll der Erdbau dauern, dann beginnt laut Fiedler der Wasserbau. Am Ende wird die Lenne von der Staustufe abwärts bis zum Ende der Sohlgleite ein durchgehendes Gefälle von 2,1 Prozent haben. Bevor die Arbeiten am Düker begannen, war schon die alte Fischtreppe weggestemmt worden.

Lenne trocken und abgefischt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare