Alle in einem Boot: In der Arche treffen sich alle

Kinder und Mitarbeiter freuten sich über die gelungene Rezertifizierung. ▪

WERDOHL ▪ In die Arche Noah gehen längst nicht nur Kinder. Seit mehr als vier Jahren treffen sich dort auch regelmäßig Eltern. Ab September bietet die Einrichtung zudem ein Angebot für Senioren.

Nicht umsonst trägt die Einrichtung an der Waldstraße in ihrem Namen den Zusatz Familienzentrum NRW. Und dies auch die kommenden vier Jahre. Als erstes Familienzentrum der Stadt musste die Arche Noah in diesem Jahr in die Rezertifizierung und meisterte diese mit Bravour. „Der zu leistende Aufwand war noch größer als für die erste Zertifizierung. Doch wir haben es geschafft. Am Freitag kam die gute Nachricht vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport“, freut sich Dieter Kessel, Leiter des Familienzentrums. 50 von insgesamt 64 möglichen Punkten bekam die Einrichtung. „Das ist mehr als doppelt so viel, wie für eine Zertifizierung nötig“, berichtet der Leiter begeistert. Doch der Weg zur Rezertifizierung war lang. Während im ersten Anlauf noch nicht alle Projekte bis ins kleinste ausgereift sein mussten, war das dieses Mal anders. „Wir mussten zum einen komplett neue Projekte ins Leben rufen, bereits gelaufene evaluieren und altbewährte intensivieren“, so Kessel. Doch die Arbeit lohnt sich. Als zertifiziertes Familienzentrum erhält die Arche Noah jährlich einen Zuschuss von 12 000 Euro. Von diesem Geld werden überwiegend Referenten und Kooperationspartner bezahlt. Kessel: „Wir können so unsere Angebote kostenlos oder zumindest viel günstiger anbieten.“ Und davon profitieren alle Bewohner rund um das Gebiet Königsburg. Denn als Familienzentrum seien die Angebote offen für alle Interessierten und nicht nur für die 70 Kinder der Einrichtung.

Neben dem Musik- und Tanzunterricht für die Kinder stehen insbesondere die Erwachsenen im Fokus. Sie erhalten im Familienzentrum nicht nur praktische Hilfe, wie zum Beispiel bei der Suche einer Tagesmutter oder im Bereich der Frühförderung. Sie können zudem auch an etlichen Kursen teilnehmen. Um all dies gewährleisten zu können stehen der Arche Noah zehn Kooperationspartner zur Seite, darunter das Jugendamt, die Frühförderstelle, die Musikschule oder die VHS.

Doch seien nicht immer alle Kurse gut angenommen worden, wie der Leiter berichtet: „Problematisch waren die Elternkurse, die über einen längeren Zeitraum gingen. Einige Eltern haben nach der Arbeit keine Lust mehr die Schulbank zu drücken.“ Dennoch sei die Zertifizierung ein großer Erfolg. Dank der Rezertifizierung wird das Angebot bis 2015 kontinuierlich ausgebaut werden. Neu im Programm sind beispielsweise ein Deutschkurs für Frauen mit Migrationshintergrund, der Kurs „Sinneswahrnehmung“ und der Seniorensport. Für letzteres können sich Interessierte bereits in der Arche Noah anmelden.

Lydia Machelett

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare