Alle blau – bis auf einen

Die ersten Werdohler Polizeibeamten präsentieren sich in der neuen Uniform. Nur Polizeichef Sudhaus bleibt in grün.

WERDOHL ▪ Seit dem Wachwechsel am Mittwoch um 14 Uhr tragen alle Außendienstler der Polizeidienststellen im Märkischen Kreis die neuen, blauen Uniformen. Damit sich die Bürgerinnen und Bürger schnell an das neue Erscheinungsbild ihrer Polizisten gewöhnen können, standen bei der Werdohler Wache Michael Hammer, Tobias Drüppel und Michael Palme Modell. Es wird für beide Seiten eine Zeit der Gewöhnung brauchen.

Nicht blau tragen darf hingegen Wachleiter Wolfgang Sudhaus. Als Innendienstbeamter muss er auf seine Uniform noch bis zum Herbst warten. Auch wenn er als Innendienstler Außentermine wahrnimmt, wird er noch einige Monate in grün und beige erscheinen.

Die jeweils zwei Bezirksbeamten für Werdohl und Neuenreade sowie die 20 Wachdienstler auf der Werdohler Wache haben schon in den vergangenen Wochen ihre Uniformen per Post zugeschickt bekommen. Vorangegangen war ein Ausmessen der benötigten Größen und eine Mengenermittlung. Die Kollegen, die die neuen Teile schon einmal ausprobiert haben, sind von den neuen Sachen angetan. Die Stoffe sind viel leichter, atmungsaktiver und funktioneller. Jeder Außendienstler hat eine Grundausstattung mit kurzen und langen Diensthemden, Hosen, Mütze, Kurzjacke, Anorak, Windstoppereinsatz, Unterziehrollis und Pullover bekommen. Die schwarzen Dienstschuhe bleiben dieselben, die gehören nicht zur Uniform. Die Innendienstuniform sieht nicht viel anders aus, die Farbe der Mütze ist allerdings hellbau, die Streifenbeamten tragen weiter weiß auf dem Kopf.

Für Sudhaus ist die neue Uniform die dritte seiner Laufbahn. 1977 in Düsseldorf, so erinnert er sich, habe er die bis gestern aktuelle, grüne bekommen. 1978 in Dortmund hatte diese Dienststelle noch nicht umgerüstet, Sudhaus bekam die ganz alte Ausstattung. 1979 stellte auch Dortmund auf das neue Modell um. Dann folgten 30 Jahre in grün und beige.

Die alten Uniformen werden jetzt durch die Kleiderstelle der Polizei eingezogen. Auch der Kleiderbus, der die Polizisten auf den Wachen mit Ersatzstücken versorgte, ist abgemeldet und durch Internet und Postweg ersetzt. Geblieben ist die viel zu geringe Reinigungspauschale. Dafür müssen die Polizisten ihre Uniformen selbst reinigen, pflegen und instand halten. Da ändert auch der Farbwechsel nichts.

Volker Heyn

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