Alkoholiker vor Gericht - Zweiter Angeklagter erscheint nicht

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Ohne zu zahlen war ein Angeklagter tanken.

Werdohl - Die Botschaft war einigermaßen klar: „Ich habe nicht vor, in dem Alter zu sterben“, sagte ein 37-jähriger Werdohler im Amtsgericht Altena.

Andererseits machte er auch deutlich, dass das nicht so einfach sein wird: „Ich habe ein Problem – ich bin Alkoholiker.“ 

Drei Entgiftungen habe er mittlerweile schon hinter sich. „Das bringt alles nichts. Ich habe immer wieder angefangen.“ Und so machte die wohl recht aussichtslose, aber unvermeidliche Überlebensberatung den Tatvorwurf eines Betrugs beim Tanken fast zur Nebensache. Am 6. Oktober soll der Mann gemeinsam mit einem gar nicht erst im Gerichtssaal erschienenen Mittäter die Werdohler BFT-Tankstelle um rund 40 Euro betrogen haben. 

Der Begleiter habe seinen Golf betankt, versicherte der Angeklagte. Er selbst habe dann versucht, mit dessen Karte zu bezahlen. Das habe – möglicherweise mangels Deckung des Kontos – aber nicht funktioniert. Auch Bargeld hatten die beiden nicht dabei – die Rechnung blieb unbezahlt. Wegen dieser besonderen Umstände ließ sich die Geschichte im ersten Anlauf nicht aufklären. Richter Dirk Reckschmidt vertagte das Verfahren, um Zeugen aus der Tankstelle zu laden und möglicherweise auch den zweiten Angeklagten einfangen zu lassen.

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