Aldi-Markt wird abgerissen und größer neu gebaut

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Die erst 2008 eröffnete Aldi-Filiale auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs an der Heinrichstraße soll abgerissen werden. Auf dem Parkplatz soll ein modernerer und größerer Discountmarkt entstehen.

Werdohl - Aldi plant offenbar eine Modernisierung und Vergrößerung seiner Filiale an der Heinrichstraße in Werdohl. Das Unternehmen selbst hält sich zwar noch bedeckt, was diese Planung angeht, aber die Anzeichen verdichten sich. 

„Im Zuge der Modernisierung all unserer 2300 Aldi-Nord-Märkte prüfen wir derzeit im gesamten Aldi-Nord-Gebiet verschiedene Optionen, um das Einkaufserlebnis in unseren Filialen für unsere Kundinnen und Kunden zu optimieren“, erklärte Unternehmenssprecherin Anna Steinweger auf Anfrage. Dies gelte auch für Werdohl. Konkrete Entscheidungen stünden allerdings derzeit noch aus, hieß es aus der Aldi-Zentrale in Essen. 

Planungen wohl schon weit fortgeschritten 

Tatsächlich scheinen die Planungen für einen Neubau der Werdohler Filiale aber schon ziemlich weit fortgeschritten zu sein. So hat beispielsweise die DHL, die Paket- und Expressdiensttochter der Deutschen Post, ihre Packstation neben dem Aldi-Markt bereits in der vergangenen Woche abgebaut. 

Alexander Böhm, Pressesprecher der Deutsche Post DHL Group in Frankfurt, nannte geplante Baumaßnahmen von Aldi, die Mitte Juni beginnen sollten, als Grund. „Es ist geplant, dass wir nach Abschluss der Bauarbeiten zurückkehren. Das ist ein sehr guter Standort für eine Packstation“, erklärte Böhm. Einen Übergangsstandort für einen Paketautomaten werde es aber nicht geben. „So etwas ist kurzfristig nicht möglich“, sagte Böhm. 

Pläne des Konzerns im Rathaus bekannt 

Auch im Rathaus scheint man etwas von den Aldi-Plänen zu wissen, was auch nicht verwunderlich ist. Schließlich benötigt der Discounter-Konzern für seine Baumaßnahme eine Genehmigung. Peter Erwig, stellvertretender Leiter des für Baugenehmigungsverfahren zuständigen Fachbereichs bei der Stadtverwaltung, berichtete von Plänen, die erst vor zehn Jahren errichtete Aldi-Filiale komplett abzureißen und auf dem jetzigen Parkplatz einen neuen, größeren Markt zu errichten. 

Folgt Aldi-Nord nun auch in Werdohl seinem vor knapp zwei Jahren aufgenommenen Kurs der Modernisierung all seiner Märkte, so dürfte auch an der Heinrichstraße demnächst ein mindestens 1000 Quadratmeter großer und damit um 25 Prozent gewachsener „Markt der Zukunft“ mit breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, Tiefkühlschränken anstelle von -truhen, mit einem deutlich größeren Angebot an frischen Backwaren, Obst und Gemüse entstehen. Mit modernen Läden, mit LED-Beleuchtung, schicken Wandvertäfelungen und beleuchteten Regalen will das Unternehmen zur Supermarkt-Konkurrenz aufschließen. Vielleicht steht ein solcher Laden demnächst auch in Werdohl. 

Noch hat Aldi allerdings keine Baugenehmigung. Offen ist auch, ob und gegebenenfalls für wie lange der derzeitige Aldi-Markt schließen muss, bevor der neu errichtete Laden öffnen kann. 

Beim Neubau der derzeitigen Filiale hatte Aldi vor zehn Jahren die alte Filiale weiterbetrieben, bis der Neubau bezugsfertig war. Das scheint aus Sicherheitsgründen – Stichwort: Rettungswege – diesmal nicht möglich zu sein.

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