Aldi öffnet am Samstag - Bürgermeisterin war schon da

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh (Mitte) war am Freitag bereits zu Gast beim Pre-Opening des neuen Aldi.Marktes an der Heinrichstraße.

Werdohl - Eine der modernsten Filialen im Einzugsbereich der Aldi-Regionalgesellschaft Radevormwald öffnet am Samstagmorgen in Werdohl. Der Discounter-Riese hat im Bahnhofsviertel innerhalb von nur etwas mehr als sechs Monaten einen fast 1800 Quadratmeter großen Neubau mit gut 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten lassen.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh hat sich am Freitagnachmittag bereits ein Bild vom neuen Aldi-Markt gemacht. „Es ist gut, dass hier investiert und das Angebot für die Werdohler Bevölkerung aufrecht erhalten wurde“, sagte sie.

„Aldi Nord Instore Konzept“ – kurz Aniko – lautet die Zauberformel, nach der das Unternehmen seit dem Herbst 2017 seine rund 2300 Märkte zwischen Siegen und Sylt umgestalten oder neubauen lässt. Nach Unternehmensangaben ist es das größte Projekt in der Geschichte von Aldi-Nord.

Branchenkenner sprechen davon, dass die Modernisierung rund 5,2 Milliarden Euro kosten soll. Ein stolzer Betrag, von dem nun auch ein Teil in Werdohl investiert worden ist.

Kunden sind anspruchsvoller

Die Kunden seien auch im Discount-Bereich anspruchsvoller geworden und legten neben Preis und Qualität immer größeren Wert auf Frische, begründet Aldi sein Engagement. Die Zeiten der engen und sehr zweckorientierten Aldi-Märkte seien vorbei. Jetzt soll alles übersichtlich, hell und freundlich sein. Dazu gibt es bunte Farbleitsysteme und aufwendig inszenierte Obst- und Gemüseauslagen.

Eröffnen wird die neue Aldi-Filiale in Werdohl am Samstag, 2. Februar,  um 7 Uhr. Der Discounter lockt mit gratis Bratwurst, Waffeln und Popcorn, mit Verkostungsaktionen, Gewinnspielen und Eröffnungsangeboten. 

Erster Aldi an der Vosslohstraße

Der neue Aldi-Markt an der Heinrichstraße ist mittlerweile das fünfte Ladenlokal, das der Discounter-Riese in Werdohl bezieht. Viermal ist Aldi bereits umgezogen. Die erste Werdohler Filiale des Lebensmittelversorgers mit Minimalsortiment und niedrigen Preisen gab es bereits in den 1960er-Jahren an der Vosslohstraße.

Später zog Aldi an die Lennestraße in eine angemietete Immobilie, in der sich mittlerweile eine Spielhalle befindet. Beim dritten Umzug ging es für den Discounter 1986 auf das frühere Thomée-Gelände im Bahnhofsviertel, wo er allerdings erneut eine Immobilien anmietete, die 1990 noch einen Anbau erhielt.

Erste eigene Immobilie erst 2008

Den ersten eigenen Neubau errichtete Aldi einige Jahre später gleich nebenan: Im Februar 2007 erhielt das Unternehmen die Genehmigung zur Errichtung eines Neubaus mit 780 Quadratmetern Verkaufsfläche auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Die Verkaufsfläche wuchs damit gegenüber dem bisherigen Standort um rund ein Drittel. Eröffnet wurde dieser Aldi-Markt im April 2008.

Nur zehn Jahre später war das Ladenlokal aber schon wieder zu klein und genügte nicht mehr den Anforderungen an einen Discounter des 21. Jahrhunderts. Anstatt das vorhandene Geschäft zu erweitern, setzte Aldi auf einen kompletten größeren Neubau, nahm dafür sogar in Kauf, ab Juli 2018 für eine gewisse Zeit von der Bildfläche in Werdohl zu verschwinden. In der rekordverdächtigen Zeit von nur rund 200 Tagen wurde das bisherige Gebäude abgerissen und auf demselben Grundstück ein Neubau errichtet.

Viele Neuerungen in Werdohl

Die Kunden, die unter Führung des Filialverantwortlichen Juri Rutkowski von insgesamt 16 Mitarbeitern bedient werden, werden dort viele Neuerungen vorfinden, die es in anderen Aldi-Filialen noch nicht gibt: eine Backwarenabteilung mit angeschlossener Backstube und die neueste Generation von Pfandautomaten gehören dazu.  Und auch das ist neu: Die neue Filiale verfügt über eine barrierefreie Kundentoilette mit Wickelstation.

Die Vergrößerung des Aldi-Standortes  hat aber auch einen kleinen Nachteil: Auf dem Grundstück stehen nur noch 70 statt der bisher gut 90 Parkplätze zur Verfügung. 

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