Zukunft der Gesamtschule: Werdohl wartet auf klärendes Gespräch

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Die Albert-Einstein-Gesamtschule steht vor einer ungewissen Zukunft.

Werdohl – Die Zukunft der Werdohler Gesamtschule ist ungewiss. Zu wenige Fünftklässler wurden angemeldet. Die Stadt wartet auf klärende Gespräche.

Noch ist ungewiss, wie es um die Zukunft der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) bestellt ist. Nachdem Ende Februarnicht genügend Fünftklässler angemeldet wurden, um die Dreizügigkeit am Riesei zu erreichen, ist unklar, ob die geplante Kooperation mit der Bigge-Lenne-Gesamtschule Finnentrop zustande kommen kann. 

Allerdings gibt es immerhin ein positives Zeichen: Den Eltern, die ihre Kinder für das Schuljahr 2019/2020 an der AEG angemeldet haben, ist mitgeteilt worden, dass die Fünftklässler dort auch erstmal eingeschult werden. „Wir wissen leider auch noch nicht mehr und müssen abwarten“, erklärte Fachbereichsleiter Michael Grabs. 

Gespräch steht noch aus

Ein klärendes Gespräch unter Beteiligung der Bezirksregierung und des Schulministeriums, an dem neben der Schulleitung auch die Stadt Werdohl in ihrer Rolle als Schulträger teilnehmen sollte, habe bisher nicht stattgefunden. 

Eigentlich hatte die Verwaltung geplant, die Gesamtschul-Kooperation während der nächsten Schul- und Sportausschusssitzung am Montag, 1.April, (17 Uhr, Rathaus) zu thematisieren. Doch  am Dienstag bezweifelte Grabs, dass bis zu diesem Termin ein klärendes Gespräch stattfindet. 

51 Schüler angemeldet

Fest steht, dass am Montag über die Anmeldezahlen für die AEG und andere weiterführende Schulen gesprochen wird. Laut Vorlage sind 51 Kinder für das kommende Schuljahr an der Gesamtschule angemeldet worden – 41 davon kommen aus Werdohl, acht aus Plettenberg und jeweils ein Schüler aus Neuenrade und Lüdenscheid. Pro Klasse werden laut Richtwert 27 Schüler gefordert, also 81 Schüler für die Dreizügigkeit.

Für die fünften Klassen der Städtischen Realschule wurden 57 Werdohler Kinder angemeldet. 53 Mädchen und Jungen aus dieser Stadt sollen eines der Gymnasien in einer Nachbarkommune besuchen, 13 werden laut Vorlage an einer „sonstigen Schulen“ unterrichtet – darunter fällt beispielsweise die Hönnequell-Schule in Neuenrade, für die acht Anmeldungen aus Werdohl vorliegen. 

Scheitern der Kooperation unwahrscheinlich

Zu welcher Lösung die Beteiligen aus Werdohl und Finnentrop mit der Bezirksregierung und dem Schulministerium kommen könnten, ist unklar. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass die Entscheidungsträger aus Arnsberg und Düsseldorf das Kooperations-Modell scheitern lassen, das sie es selbst mitentwickelt haben. 

Die Zusammenarbeit der beiden Gesamtschulen in einem Zweckverband wäre ein Novum im Bereich der Bezirksregierung Arnsberg – und sollte dauerhaft den Bestand beider Schulen sichern.

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