Albert-Einstein-Gesamtschule: 400.000 Euro für das digitale Lernen

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Sven Stocks, der stellvertretende Gesamtschulleiter, freut sich über positive Entwicklungen

Werdohl - Das digitale Lernen ist in diesem Jahr – abgesehen von der Fusion mit der Bigge-Lenne-Gesamtschule in Finnentrop – das wohl größte Thema an der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG).

„400 000 Euro werden an unserer Schule in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investiert“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Sven Stocks. Mit dem Geld aus dem Fördertopf „Gute Schule“ soll unter anderem die Internetanbindung sichergestellt werden. „In jedem Raum der Schule wird künftig W-Lan zur Verfügung stehen“, erklärt Stocks. Die Ausstattung mit digitalen Projektionsgeräten – ebenfalls in allen Unterrichtsräumen – ist geplant. Darüber hinaus soll das digitale Lernen mithilfe entsprechender Konzepte nach und nach in allen Fächern verankert werden. 

Tablets für alle Schüler

Zukünftig solle jeder Schüler ein Tablet erhalten. „Zumindest ein Teil dieser Geräte wird noch mit dem Geld aus dem Fördertopf angeschafft werden können“, blickt der stellvertretende Schulleiter in die Zukunft. Bereits in Kürze werde ein Gespräch mit dem Schulträger, der Stadt Werdohl, stattfinden, um das weitere Vorgehen zu planen. „Das Konzept für das digitale Lernen ist ein sehr wichtiger Punkt, um unsere Schule zukunftsfähig zu machen“, stellt Stocks fest. Er unterstreicht: „Wenn die bisherigen Planungen umgesetzt sind, bewegt sich unsere Schule was das digitale Lernen angeht ganz weit vorne.“ 

Auch im Bereich der personellen Ausstattung gibt es positive Nachrichten: Nachdem es im vergangenen Jahr relativ eng war, hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt. Fünf von sechs ausgeschriebenen Stellen konnten besetzt werden – der Unterrichtsausfall wurde deutlich reduziert. „Ab Mai werden wir wahrscheinlich noch durch eine Referendarin verstärkt, dann wäre auch die sechste Stelle besetzt“, berichtet Sven Stocks. Dass sich gleich mehrere Pädagogen für eine Tätigkeit in der Werdohler Schule entschieden haben, spreche eindeutig für die AEG: „An anderen Schulen gelingt es oftmals nicht neue Lehrer einzustellen.“ Aktuell sind 60 Pädagogen, darunter auch Teilzeitkräfte, an der Gesamtschule tätig. Sie unterrichten derzeit 670 Schüler. 

In Finnentrop ist Sport als Abi-Fach denkbar

Nach der Fusion mit der Gesamtschule in Finnentrop werde das Kollegium eher noch verstärkt, sagt Stocks. Für die Kinder und Jugendlichen soll sich im Unterrichtsablauf nichts ändern. „Schüler der Klassen fünf bis zehn werden an dem Ort beschult, wo sie angemeldet worden sind“, unterstreicht er. Kein Werdohler müsse nach Finnentrop fahren, und kein Finnentroper nach Werdohl. Lediglich für die Sekundarstufe II könnten sich Änderungen ergeben, die mit Fahrten zum anderen Schulstandort verbunden wären. „Aber als Mehrwert“, wie der stellvertretende Schulleiter erklärt. So gebe es Überlegungen, in Finnentrop das Fach Italienisch anzubieten. „Außerdem ist dort Sport als Abiturfach im Gespräch“, sagt Stocks. Die Grundfächer in der Oberstufe seien aber an beiden Schulstandorten identisch. 

Mit Blick auf diese positiven Entwicklungen sieht Sven Stocks dem Anmeldeverfahren im Februar optimistisch entgegen. Nachdem sich 2018 zunächst nur 52 Fünftklässler angemeldet hatten, hofft er für das kommende Schuljahr auf eine deutliche Steigerung: „Die schulpolitischen Rahmenbedingungen sind gesteckt. Die Maßnahmen, die getroffen wurden, werden dazu beitragen, sowohl die Gesamt- als auch die Realschule in Werdohl zu erhalten.“ Das begrüße er sehr: „Wir sehen uns nicht als Konkurrenten, sondern haben das gleiche Ziel: Junge Menschen möglichst gut auf das vorzubereiten, was nach der Schule kommt.“ 

Jeweils 75 Schüler werden benötigt

Um im Sommer gemeinsam mit Finnentrop als Fusionsschule starten zu können, muss jeder Gesamtschulstandort drei Eingangsklassen bilden können. „Demnach würden sowohl wir als auch Finnentrop jeweils 75 Anmeldungen benötigen“, rechnet der stellvertretende Schulleiter vor. 

Sollte diese Zahl an einem der Standorte nicht erreicht werden, gebe es eventuell die Möglichkeit, an einem Standort zwei-, an dem anderen vierzügig zu starten, erläutert Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg. „Wir sind optimistisch, dass der Start gelingen wird – und werden alles daran setzen, diesen auch zu ermöglichen“, sagt Söbbeler – auch mit dem Hinweis darauf, dass an der Werdohler Realschule jetzt nur noch zwei Eingangsklassen gebildet werden dürfen. Auf die Frage, wie es weitergehen könnte, wenn die Anmeldezahlen deutlich unterschritten werden, erklärt Söbbeler: „Das ist Kaffeesatzleserei, daran wird sich die Bezirksregierung zu diesem Zeitpunkt nicht beteiligen.“ 

Eltern der Viertklässler überzeugen

Sven Stocks und das AEG-Kollegium wollen insbesondere die Eltern der aktuellen Viertklässler vor der Anmeldung im Februar von den Stärken der Schule überzeugen. „Wir verfügen über eine stabile und große Oberstufe. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Dazu kommt, dass viele Jugendliche bei uns Bildungsabschlüsse erreichen, mit dem man nach dem Besuch der Grundschule nicht gerechnet hatte“, stellt Stocks fest.

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