Aktive TT-Abteilung des FC Pungelscheid ist Geschichte

Die Mitglieder stimmten für einen Zusammenschluss.

Werdohl - 1972 fand die Gründung der Tischtennis-Abteilung unter dem Dach des Trägervereins FC Pungelscheid statt. Am Mittwochabend besiegelten die Mitglieder per Handzeichen das Ende der Ära – und damit wahrscheinlich auch das baldige Aus für den FCP als Verein, weil die TT-Abteilung den Kern des Klubs bildet. Die Mitglieder stimmten für einen schnellstmöglichen Zusammenschluss mit der TT-Abteilung der DJK Westfalia Werdohl.

Seit Jahren beschäftigen sich die Verantwortungsträger in beiden Abteilungen mit der Zukunft des Tischtennissports in ihren Vereinen. Ein Mangel an Nachwuchs, die neuerdings zu zahlenden Hallennutzungsgebühren und vieles mehr ließ die Führungsgremien in beiden Klubs über Alternativen nachdenken. Aufgrund eines guten Verhältnisses zwischen der FCP- und der DJK-Abteilung lag es nah, auch eine gemeinsame Zukunft in Betracht zu ziehen.

Aktuell bestand in beiden Vereinen noch nicht die Notwendigkeit, einen Zusammenschluss zu forcieren. Trotzdem stellte sich die Frage: „Warum sollen wir länger warten, noch mehr Geld verbrennen, wenn das Ende absehbar ist?“ Wie am Mittwochabend während der außerordentlichen Mitgliederversammlung der FCP-Abteilung zu erfahren war, stimmten die Mitglieder der TT-Abteilung der DJK bereits einen Tag zuvor während der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung über einen möglichen Zusammenschluss ab. Mit einem einstimmigen Ergebnis – für eine Fusion. Das teilten die anwesenden DJK-Vertreter Markus Volkmann und Thomas Lammers mit: „Wir wollen die Fusion“.

Zu Beginn der Versammlung diskutierten die Mitglieder über die vorhandenen Optionen. Hierbei zeichnete sich schnell ab, dass die errechneten Hallengebühren von rund 1200 Euro pro Jahr von der Abteilung mit rund 60 Mitgliedern (davon etwa 30 Aktive) kaum aufzubringen sei. Die DJK-Abteilung reagierte bereits auf ihre Kostenschätzung für 2014 und beantragte bei der Stadtverwaltung eine Reduzierung von bisher zwei Hallendritteln auf nur noch ein Drittel. Im Zuge eines Zusammenschlusses könnte die Nutzung der Kapazitäten weiter optimiert werden, waren sich alle Mitglieder einig. Auch hinsichtlich der sportlichen Perspektiven könnte sich eine Fusion positiv auswirken. Weil der FCP im Zuge einer Auflösung seine Spielklassen zur DJK übertragen könne, so Volkmann, würden aus sportlicher Sicht keine Nachteile entstehen – ein wichtiges Argument. Allerdings: Man müsse sich klar sein, wurde ausdrücklich betont, dass der Name FC Pungelscheid von der Bildfläche verschwinden würde. Man dürfe diesem Verlust nicht nachweinen. „Wir sind dann DJKler“, lautete das Fazit.

Die Gründung eines komplett neuen Werdohler Tischtennisvereins mache keinen Sinn, erklärten die Verantwortlichen. Sinnvoll ist es nur, die bestehenden, intakten DJK-Strukturen zu nutzen.

Nachdem Volkmann und Lammers den Raum kurzzeitig verlassen hatten, stimmten die FCP-Mitglieder über zwei Punkte ab. Wollen wir die Fusion und wenn ja, wollen wir sie sofort, lauteten die Fragen, die Joachim Maaß als Vorsitzender an die Runde stellte. Die Mitglieder stimmten in beiden Wahlgängen mit Ja und besiegelten damit das Aus des Pungelscheider Tischtennis’ nach mehr als 40 Jahren.

„Wir freuen uns, eine tolle Sache für den Tischtennis-Sport in Werdohl“, sagte Markus Volkmann, nachdem die DJK-Mitglieder über das Ergebnis der Wahl informiert worden waren.

Anschließend sprachen die Versammlungsteilnehmer noch Details an. Möglichst schnell, spätestens bis zum 30. Juni muss der FC Pungelscheid dem Verband mitteilen, dass sich die TT-Abteilung auslöse, die Spieler geschlossen der DJK Westfalia Werdohl beitreten und deshalb die Spielklassen übertragen werden sollen. Es scheint denkbar, dass die DJK künftig einen Trainingstag am Köstersberg und den zweiten in Kleinhammer absolviert. Die Meisterschaftsspiele sollen an einem Spielort stattfinden. Wie sich die Mannschaften zusammensetzen, wird in Kürze besprochen werden. Zudem informierte Markus Volkmann, dass er eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen wolle, um einen neuen Vorstand zu wählen, in dem dann Vertreter aus beiden „Träger-Abteilungen“ vertreten sind.

Von Markus Jentzsch

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