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Aktion „Stadtradeln“: Werdohler können sich noch beteiligen

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Von: Carla Witt

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Klimaschutzmanagerin Meike Majewski und Kulturmanagerin Fabienne Glänzel haben mit Sprühkreide auf der Lennepromenade und der Stadtspange für Stadtradel-Werbung gesorgt.
Klimaschutzmanagerin Meike Majewski und Kulturmanagerin Fabienne Glänzel haben mit Sprühkreide auf der Lennepromenade und der Stadtspange für Stadtradel-Werbung gesorgt. © Carla Witt

Wer an der Lennepromenade oder der Stadtspange unterwegs ist, der kommt ums Stadtradeln nicht drumrum. Klimaschutzmanagerin Meike Majewski und Kulturmanagerin Fabienne Glänzel waren fleißig. Nicht ohne Grund.

Werdohl – Mit blauer und grüner Sprühkreide – diese ist umweltfreundlich und abwaschbar – haben sie an etwa 20 Stellen Werbung für die Klimaschutz-Fahrrad-Aktion aufs Pflaster gesprüht. „Bisher haben sich 74 Teilnehmer fürs Stadtradeln angemeldet. Wir freuen uns, wenn es noch mehr werden. Auch nach dem offiziellen Beginn kann man noch einsteigen“, unterstreicht Meike Majewski.

Der Startschuss für die Aktion fällt am Montag, 15. August, um 18.30 Uhr im Innenhof des Rathauses. Bürgermeister Andreas Späinghaus wird das Stadtradeln eröffnen. Dazu sind nicht nur die Teilnehmer, sondern alle Interessierten eingeladen. Majewski: „Wir sind froh, dass wir nach den Corona-Jahren wieder eine kleine Auftaktveranstaltung organisieren können.“

Meike Majewski und Fabienne Glänzel freuen sich auf die Aktion, müssen aber von einem Wermutstropfen berichten: Der für Sonntag, 21. August, geplante Aktionstag, den Werdohl und Plettenberg gemeinsam in der Nachbarstadt gestalten wollen, fällt aus. Es haben sich nicht genügend Standbetreiber gemeldet.

Das liege aber nicht an mangelndem Interesse, sondern eher daran, dass in der Nachbarstadt an den darauffolgenden Wochenende zwei Großveranstaltungen geplant sind, an denen sich viele Plettenberger Vereine, Einzelhändler und Institutionen beteiligen.

„Verschieben konnten wir den Aktionstag aber nicht, da er kreisweit angesetzt ist“, erklärt die Klimaschutzmanagerin. Die für diesen Tag angekündigten Radtouren von Werdohl nach Plettenberg, die von Mitgliedern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ausgearbeitet werden sollten, werden voraussichtlich trotzdem stattfinden.

Es gelte nun zu überlegen, wie und an welcher Stelle eine Pausenmöglichkeit für die Radler organisiert werden könne. „Wir werden das frühzeitig bekannt geben“, verspricht Majewski.

Kreisweit haben sich inzwischen 1483 aktive Radler aus den 15 Städten und Gemeinden der Märkischen Kreises angemeldet. Sie wollen bis zum 4. September möglichst viele Radkilometer sammeln.

„Bei den Anmeldungen ist noch Luft nach oben, aber es werden stündlich mehr“, sagt Diana Czech, Stadtradeln-Koordinatorin des Märkischen Kreises. Neben den aktiven Radlern, die nahezu täglich mit dem Drahtesel unterwegs sind, ruft sie auch die Freizeit- und Gelegenheitsradler auf, sich bei der Aktion „Stadtradeln“ (www.stadtradeln.de) anzumelden.

Bei dem bundesweiten Wettbewerb geht es um Spaß am Fahrradfahren und Preise, aber vor allem darum, 21 Tage lang möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Vom 15. August bis 4. September können alle, die in einer Kommune des Märkischen Kreises leben, dort arbeiten, einem Verein angehören oder aber eine (Hoch-)Schule besuchen, beim Stadtradeln mitmachen.

Interessierte können auch ein Aktions-Team gründen oder einem Team beitreten, um teilzunehmen. Diana Czech sieht das Stadtradeln durchaus als kreisweite Challenge, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz und eine stärkere Radverkehrsförderung zu setzen.

Dabei möchte die Mobilitätskoordinatorin möglichst an die Zahlen des vergangenen Jahres anknüpfen: „2021 haben rund 2000 aktive Radler aus elf Städten und Gemeinden 428 444 Kilometer zurückgelegt und damit rund 63 Tonnen Kohlendioxid eingespart. 2022 sind erstmals alle Städte und Gemeinden des Märkischen Kreises im Boot und ich bin optimistisch, dass das Ergebnis noch getoppt wird. Vielleicht knacken wir sogar die 500 000-Kilometer-Marke.“

„Stadtradeln“ ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnisses. Mehr Informationen finden Interessierte unter anderem online unter der Adresse www.stadtradeln.de.

Hintergrund

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

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