Radfahrer können Schlaglöcher online melden

Aktion Stadtradeln: Werdohl auch 2021 wieder dabei

Klimaschutzmanagerin Meike Majewski hat Werdohl auch für 2021 angemeldet. Die Stadt ist also erneut bei der Aktion Stadtradeln dabei.
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Klimaschutzmanagerin Meike Majewski hat Werdohl auch für 2021 angemeldet. Die Stadt ist also erneut bei der Aktion Stadtradeln dabei.

Der Märkische Kreis nimmt 2021 an dem Projekt Stadtradeln teil. Der Kreisausschuss sprach sich auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen einstimmig für die Teilnahme an der Aktion aus und stellt Haushaltsmittel in Höhe von 3300 Euro im Haushalt bereit.

Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses, bei der es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Die Herausforderung ist, kreisweit so viele Kilometer wie möglich zu erradeln. Dafür können auf digitaler Basis Teams gebildet werden. Gezählt wird jeder Kilometer aber individuell. So steht dem Wettbewerb auch unter Corona-Bedingungen nichts im Wege. Für die Teilnahme spricht neben positiven Effekten für Gesundheit und Klimaschutz auch die Möglichkeit wertvolle Informationen über die Infrastruktur des Radnetzes zu erhalten, so die Kreisverwaltung.

Missstände melden

Denn über die Bürgerbeteiligungsplattform RADar! (www.radar-online.net) können die Radelnden ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung direkt in einem digitalen Stadtplan melden. In Werdohl haben erste Bürger davon bereits Gebrauch gemacht, wie ein Blick auf die digitale „RADar!“-Karte zeigt. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper ist sich sicher: „Damit noch mehr Menschen dauerhaft vom Auto aufs Rad umsteigen, braucht es eine Radinfrastruktur, auf der sie schnell und sicher ans Ziel kommen.“

Im vergangenen Jahr hatte auch Werdohl als Stadt auf Initiative der Klimaschutzmanagerin Meike Majewski erstmals an der Stadtradeln-Kampagne teilgenommen (wir berichteten). Zudem waren aus dem Kreisgebiet auch noch Menden und Iserlohn dabei. Durch die Teilnahme des Märkischen Kreises können sich die kreisangehörigen Kommunen dieses Jahr zu vergünstigten Konditionen anmelden. In der Regel orientiert sich die Gebühr an der Einwohnerzahl. Mit einer Kreislizenz zahlen die Kommunen nur 250 Euro.

Teilnahmegebühr fällt geringer aus

Ab diesem Jahr profitieren erstmalig auch die Mitgliedskommunen des Zukunftsnetzes Mobilität NRW von einer anteiligen Übernahme der Teilnahmegebühren. Das Verkehrsministerium NRW fördert die Teilnahme am Stadtradeln mit 80 Prozent der anfallenden Gebühren. Dieses Angebot gilt bis zur Ausschöpfung des Fördertopfes von insgesamt 133 500 Euro.

Bereits im Januar hatte die Kreisverwaltung die Bereitschaft der Kommunen abgefragt, an der Aktion teilzunehmen. Bisher liegen acht Zusagen vor, zwei Antworten stehen noch aus. Jede Kommune erhält einen eigenen Bereich auf der Stadtradeln-Seite und kümmert sich eigenständig um die Abwicklung und Koordination vor Ort.

Marke von 10.000 Kilometern geknackt

„Wir haben direkt wieder zugesagt, Werdohl wird also auch 2021 dabei sein“, sagte Klimaschutzmanagerin Majewski auf Anfrage der Redaktion. Bei der Premiere hatten sich immerhin 64 Radfahrer beteiligt und gemeinsam die Marke von 10 000 Kilometern geknackt. „Für dieses Jahr würde ich mich natürlich über eine Steigerung bei der Teilnehmer- und Kilometerzahl freuen“, sagte Majewski.

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