Fromme Veranstaltung lockt 150 junge Leute zu Jesus

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In evangelischen Sonntagsgottesdienste sind außer Konfirmanden meist keine jungen Leute anzutreffen – mit Popmusik und buntem Licht lassen sich christliche Botschaften von Jesus offensichtlich sehr viel besser unters Jungvolk bringen.

Werdohl -  Kummer und Sorgen auf dem Schrottplatz abgeben – diese Devise könnte über der fünftägigen Aktion „Jesus House“ der Evangelischen Jugendallianz stehen.

Doch nach Schrottplatz sieht die alte Backsteinhalle am Blechhammer nicht mehr aus. In harter Arbeit und mit liebevollen Details haben die ehrenamtlichen Helfer das Gebäude zu einem attraktiven Veranstaltungsort umgestaltet. Unternehmer Lutz Menshen stellte dafür nicht nur seine Halle, sondern auch einen Gabelstapler für die aufwändige Licht- und Musikanlage zur Verfügung. Freiwillige Helfer „krempelten die ganze Bude auf Links“, erzählt Maik Trautmann, einer der Organisatoren.

Vor dem Aufbau der Technik musste ausgiebig gefegt und geputzt werden. „Wir waren schwarz!“, wirft ein ehrenamtlicher Helfer ein. Seit Dienstagmorgen zwei Uhr leuchtet das farbige Licht, und eine überhaupt nicht verruchte, aber dafür umso buntere Bar lädt fünf Abende lang zu Häppchen und Getränken ein. Die „Chill Out Lounge“ verspricht Rückzug und Ort für Gespräche.

Die Band Safe and Sound spielt flotten Sakro-Pop.


Doch im Zentrum steht die Bühne für die hauseigene Band „Safe and Sound“, die die christliche Botschaft mit Musik unterlegt. Maik Trautmann freut sich über 150 Besucher am ersten Abend und scherzt: „Man darf nicht vergessen – das ist eine fromme Veranstaltung!“

Sakro-Pop mit eingängigen Texten

Währenddessen ist Mitorganisator Christopher Weber schon mitten im Geschehen und begleitet den Gesang von Jadena Kühnel mit seinen Keyboard-Klängen. Die Band spielt flotten Sakro-Pop mit eingängigen Texten: „Die ganze Welt soll hören, wie gut du zu uns bist, wie groß und grenzenlos doch deine Gnade ist. Du machst mein Leben reich, mit Liebe füllst du mich. Ich kann nur staunen, Herr!“

In seiner Predigt lädt Denis Werth ein, die Gnade des Kreuzes und des Auferstandenen kennenzulernen und dafür zu dem blauleuchtenden Kreuz neben der Bühne zu kommen. „Jesus, ich will herausfinden, ob du wirklich da bist! Zeig dich mir. Amen!“, betet Denis Werth kurz und bündig.

Keine Ausweiskontrolle

Was haben Gott und Christus mit dem Leben zu tun?“, nennt Maik Trautmann die zentrale Frage dieser fünf Tage am Blechhammer. Alle Akteure bemühen sich darum, die Botschaft dieses 2000 Jahre alten Buches, der Bibel, jungen Menschen nahezubringen. Die Veranstaltung richtet sich dabei an eine Zielgruppe zwischen 13 und 21 Jahren – es werden aber keine Ausweise kontrolliert.

Prediger Denis Werth trifft den Ton, der bei Jugendlichen ankommt.


Am Donnerstagabend (23. März) erwartet ein Poetry Slam mit Musik und ohne Konkurrenz die Besucher, am Freitag (24. März) wird „DJ Peppy die Bude rocken“, verspricht Maik Trautmann. Am Samstag (25. März) gibt es einen Lobpreisgottesdienst mit der Band „Safe and Sound“ und für Sonntag (26. März) sind zu einem Gottesdienst um 10.30 Uhr alle eingeladen, die während der Woche altersmäßig nicht zur Zielgruppe gehörten. Älteren Besuchern soll dann erzählt werden, was die Jugend fünf Tage lang in der Halle gemacht hat.

Einlass zu den Abendveranstaltungen ist jeweils ab 18.30 Uhr, das Programm beginnt um 19 Uhr und beinhaltet immer auch eine Predigt von Denis Werth. Ende ist gegen 21 Uhr - für die Sicherheit sorgen die Begrenzung auf 200 Besucher und jeweils drei freiwillige Feuerwehrleute aus Kleinhammer und Eveking.

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