Ahe-Hammer: Vier neue Gästeführer

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Der Ahe-Hammer soll als Industriedenkmal in Kürze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Seit die Stiftung Industriedenkmalpflege den Hammer 2013 übernommen hat, wurde dieser aufwendig saniert.

Werdohl/Herscheid - Alfred Hinsching bekommt Unterstützung: Vier Ehrenamtliche haben sich gemeldet, um mit dem ehemaligen Schmied des Ahe-Hammers Interessierten das Industriedenkmal aus dem 16. oder 17. Jahrhundert näher zu bringen.

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, in dessen Besitz der Ahe-Hammer an der Werdohler Stadtgrenze zu Herscheid 2013 überging, hatte zuvor nach Gästeführern gesucht. Die vier Anwärter werden momentan von der Stiftung auf die ehrenamtliche Arbeit als Gästeführer vorbereitet. Dazu gehört das Selbststudium eines Begleithandbuches. Daran schließen sich drei Schulungen vor Ort und die finale Abnahme an. 

Wann die ersten Führungen am und im Ahe-Hammer stattfinden, hängt unter anderem davon ab, wie schnell die neuen Gästeführer das Material durcharbeiten können. Viel wichtiger für die Wiedereröffnung ist aber, wann die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten abgeschlossen werden. Diese sind seit der Übernahme des Denkmals durch die Stiftung schon weit voran geschritten: Nach Erstellung eines Maßnahmen-Katalogs wurde nach Prioritäten zügig gearbeitet. Unter anderem wurden die drei Wehre am Bachlauf Schwarze Ahe zum Teil von Handwerkern der Stiftung rekonstruiert und instandgesetzt. Die große Teichanlage musste komplett neu abgedichtet werden, die Böschung wurde neu angelegt. 

Kellergewölbe stabilisiert 

Im vergangenen Jahr wurde in einer aufwendigen Maßnahme das Kellergewölbe stabilisiert. „Da wurde teilweise auf den Knien gearbeitet“, sagt Anna Gerhardt, Pressesprecherin der Stiftung. Als es dann hieß, damit sei die letzte große Sanierungsmaßnahme abgeschlossen, entdeckten die stiftungseigenen Handwerker, dass der hölzerne Auflageblock des B-Lagers im Laufe der Zeit morsch geworden war. 800 Kilogramm Holz mussten ersetzt werden. 

Nachdem auch diese Maßnahme beendet wurde und der Hammer bereits wieder schlägt, stehen nun noch „vergleichsweise kleine, dafür aber viele Arbeiten“ an, wie es Anna Gerhard formuliert. Sie sollen auf die Besuchersicherheit abzielen. Gefördert werden die Instandsetzungsarbeiten am Industriedenkmal von der NRW-Stiftung. 

Beginn der Führungen noch offen

Wann genau die Führungen beginnen sollen, konnte Anna Gerhard noch nicht sagen. Sicher ist aber, dass es eine Premiere wird: Bisher wurden von Alfred Hinsching und dem Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid/Werdohl zwar auch Führungen angeboten, diese waren aber laut Anna Gerhard eher auf Schulklassen und kleinere Gruppen begrenzt. 

Mit den regelmäßigen Führungen und dem Schaubetrieb soll das Denkmal der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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