Ahe-Hammer: Besitzerwechsel

+
Horst Heinrich, Geschäftsführer der Stiftung Industriedenkmalpflege (links) und Paul Georgi, technischer Leiter der Stiftung (rechts), nahmen die Schlüssel für den Ahe-Hammer von Gerd Kappelhoff, Arbeitsdirektor bei Thyssen Krupp Bilstein (Mitte), entgegen.

WERDOHL - Die Thyssen Krupp AG hat die Schlüssel für den Ahe-Hammer an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur überreicht. Bereits seit dem 1. Januar ist die Stiftung mit Sitz in Dortmund Eigentümerin des Denkmals im Ahetal.

Zuvor war der Ahe-Hammer im Besitz von ThyssenKrupp Bielstein. Das Unternehmen betrieb bis zum Jahre 2011 ein Federnwerk im Werdohl. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen ThyssenKrupp mitgeteilt, dass es das Denkmal an die Stiftung übertragen werde. Für den kommenden März sei ein weiterer Termin geplant: mit Vertretern der Städte Herscheid und Werdohl, Mitgliedern beider Heimatvereine und der Familie Schauerte-Brüninghaus – in deren Besitz sich der Ahe-Hammer rund 400 Jahre befand. „Dann soll das künftige Konzept für den Ahe-Hammer beraten werden“, sagte Horst Heinrich, Geschäftsführer der Stiftung. Im Rahmen dieses Treffens solle auch die geplante Gründung eines Fördervereins thematisiert werden. Das Denkmal solle weiterhin für Führungen und Schmiedevorführungen mit dem Werdohler Alfred Hinsching genutzt werden.

Gerd Kappelhoff, Arbeitsdirektor bei Thyssen Krupp Bilstein nutzte die Schlüsselübergabe an die Stiftung auch, um Alfred Hinsching mit einer Urkunde für sein Engagement zu ehren. Sichtlich gerührt nahm der 80-jährige Werdohler die Anerkennung entgegen. Er hatte sich in den vergangenen 60 Jahren um das Industriedenkmal auf Herscheider Gebiet gekümmert. Unzählige Schulklassen aus dem gesamten Kreisgebiet informierte der gelernte Huf- und Wagenschmied bei Vorführungen über die Geschichte der alten Hammerschmiede zwischen Werdohl und Lüdenscheid. Auch hatte der ehemalige Brüninghaus-Mitarbeiter kleinere Reparaturarbeiten in und an dem Gebäude durchgeführt.

Der Ahe-Hammer ist das zwölfte Denkmal im Bestand der Stiftung, so deren Geschäftsführer Heinrich. Es sei das erste frühindustrielle Objekt und das erste Objekt, das nichts mit der Bergbaugeschichte zu tun habe.

Von Ute Heinze

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare