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Ärger um beschädigte Fassade der Gesamtschule

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Von: Volker Heyn

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Deutlich zu sehen ist der abgeplatzte Beton und die teils freiliegende Bewehrung der Fassade der Albert-Einstein-Gesamtschule. Vor Wochen ist dort eine Kletteranlage angebracht worden. Die Schäden sind offensichtlich älter.
Deutlich zu sehen ist der abgeplatzte Beton und die teils freiliegende Bewehrung der Fassade der Albert-Einstein-Gesamtschule. Vor Wochen ist dort eine Kletteranlage angebracht worden. Die Schäden sind offensichtlich älter. © Birke, Maximilian

Mit einem süffisanten „vielleicht hätte man ja fragen können“ schilderte der städtische Bauleiter Peter Guido Grau am Montag im Bau- und Liegenschaftsausschuss einen erstmal kurios anmutenden Fall.

Vor einigen Wochen waren Griffe und Tritte für eine Kletteranlage an der Fassade der Albert-Einstein-Gesamtschule angebracht worden. Der Klettersteig war durch Mittel des Fördervereins der Schule finanziert worden.

Soweit sind sich alle Beteiligten einig. Grau schilderte den Ausschussmitgliedern, dass im Bereich der Kletterwand die Fassade des Schulgebäudes „erheblich beschädigt“ worden sei. Der Beton sei bekanntermaßen alt, und bei einer früheren Sanierung von Gebäudeteilen habe man 16 000 Euro für die Reparatur gebraucht. Grau schätzte den jetzigen Schaden an der Fassade auf rund 20 000 Euro ein. Mittel in dieser Höhe seien im Haushalt für 2022 eingesetzt worden.

Vorsitzender des Fördervereins fällt aus allen Wolken

Thorsten Hänel ist Fördervereinsvorsitzender der AEG und als WBG-Fraktionsvorsitzender auch Mitglied des Bau- und Liegenschaftsausschusses. Bei der Sitzung am Montag war er verhindert, was von Peter Grau in diesem Zusammenhang angemerkt worden war: „Man hätte ihn befragen können.“

Mit den Aussagen von Grau am Dienstag per Telefon konfrontiert, fiel Hänel sprichwörtlich aus allen Wolken. Die Kletteranlage sei natürlich in Absprache mit dem städtischen Bauhof unter Martin Hempel, Hausmeister Wiese und dem Demografiebeauftragten Michael Tauscher angebracht worden. Die Abplatzungen und Beschädigungen an der Fassade seien erwiesenermaßen schon vor Anbringung der Griffe zu sehen gewesen. Hänel: „Ich bin etwas geschockt. Vielleicht haben sie bei der Stadt nicht miteinander gesprochen.“ Der Förderverein trage Spendengeld zusammen: „Das war keine geheime Aktion.“ Der Förderverein wolle die Schule attraktiver machen und nicht beschädigen. Schulleiter Stocks hatte bereits auch davon gehört und bestätigte, dass die Betonschäden auf jeden Fall noch vor Anbringung der Steighilfen von der Stadt festgestellt worden seien.

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