AEG-Leiter auf dem Sprung: Schulte wird Werdohl wohl verlassen

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Reinhard Schulte trat im Mai 2014 die Schulleitung der Albert-Einstein-Gesamtschule an, er folgte auf Gründungsdirektor Heinz Rohe. Nach vier Jahren verlässt Schulte den Riesei.

Werdohl - Reinhard Schulte will die Albert-Einstein-Gesamtschule zum Sommer verlassen. Im zweiten Versuch, sich beruflich näher an seinem Wohnort Dortmund zu orientieren, dürfte das dem 59-Jährigen jetzt wohl gelungen sein.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh informierte am Montag den Rat über Schultes geplanten Weggang. 

Schulte habe eigentlich nur den Schulträger über seinen voraussichtlichen Wechsel informieren wollen, sagte er gestern auf Nachfrage unserer Redaktion. Er habe noch keine Ernennungsurkunde und damit keine endgültige Sicherheit. Deshalb werde er auch nicht erklären, wohin er gerne wechseln würde. 

Wechsel klappt im zweiten Versuch

Schon einmal hatte Schulte versucht, sich beruflich seinem Wohnort zu nähern. Damals war seine damalige Stellvertreterin lange erkrankt. Obwohl er die Gelegenheit zum Wechsel hatte, sei er in Werdohl geblieben, um die AEG nicht ohne Leitung zu lassen. Jetzt allerdings sei seine Vertretung durch Sven Stocks geregelt. Stocks ist seit den Osterferien zum stellvertretenden Schulleiter bestellt. 

Für den wahrscheinlichen Fall, dass Schulte zum Sommer wechselt, übernimmt automatisch Stocks vertretungsweise die Schulleitung. Danach werde die Leitungsstelle sicherlich ausgeschrieben. Schulte gibt ausschließlich persönliche und familiäre Gründe für seinen Wechselwunsch an. 

Familiären Verpflichtungen besser nachkommen

Er habe nach vier Jahren in Werdohl den Wunsch nach einer neuerlichen beruflichen Veränderung gespürt, auf der anderen Seite könne er mit der Nähe zu seinem Wohnort seinen familiären Verpflichtungen besser nachkommen. 

Bürgermeisterin Silvia Voßloh hatte eine entsprechende E-Mail von Schulte am Montag im Rat verlesen. Wohl angesichts des Streits um den klammheimlichen Weggang des früheren Realschulleiters Sascha Koch stellte sie im Rat anerkennend fest, dass Schulte erfreulicherweise „offensiv“ mit der Nachricht über seinen Wechsel umgehe. Von den Ratsmitgliedern gab es bei dieser Mitteilung am Montag keine Reaktion. 

Im Mai 2014 nach Werdohl gekommen

Schulte war im Mai 2014 im Alter von 55 Jahren nach Werdohl gekommen. Er musste gleich in die Vollen gehen: Schulte hatte damals sofort die Abitur- und auch die zentralen Prüfungen der zehnten Klassen vor der Brust. Den Märkischen Kreis kannte er schon aus seiner Zeit als stellvertretender Schulleiter in Iserlohn-Sümmern. In Herne leitete der gebürtige Gelsenkirchener anschließend eine Förderschule. Vor der AEG-Leitung war er sechs Jahre lang Geschäftsführer des Landesprüfungsamtes und organisierte die Abschlussprüfungen der Referendare von Haupt-, Real- und Gesamtschulen. 

Als die Stelle damals an der AEG ausgeschrieben wurde, sei das für ihn genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Er sagte: „Ich bin jetzt 55 Jahre alt und habe mich gefragt: Will ich zehn Jahre bis zum Ruhestand so weitermachen oder noch mal etwas Neues anfangen?“ Schulte entschied sich vor vier Jahren für den Neubeginn und bewarb sich auf die Stelle in Werdohl. Bald beginnt er mit fast 60 Jahren das nächste berufliche Kapitel.

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