Absolute Mehrheit für Michael Scheffler

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Die Auszählung in den Wahllokalen (hier Trauzimmer Rathaus) lief ohne Probleme, es gab keinerlei Zwischenfälle.

WERDOHL ▪ Die SPD gewinnt in Werdohl die Landtagswahl. Michael Scheffler sicherte sich mit 50,02 Prozent die absolute Mehrheit. „Mit einem Zweitstimmenergebnis von 48,57 Prozent haben wir in Werdohl das Landesergebnis getoppt. Wir haben die Formulierung Turbo-Wahlkampf ernst genommen“, sagte Andreas Späinghaus, Vorsitzender der Werdohler SPD.

Auf das Ergebnis könne die Werdohler SPD stolz sein. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Ohrmann machte für das schlechte Abschneiden seiner Partei vor allem die Taktik des Spitzenkandidaten Norbert Röttgen verantwortlich. „Es war falsch, dass sich Röttgen nicht als Oppositionsführer zur Verfügung gestellt hat“, bilanzierte er. Das Schönste am Wochenende sei der Doubel-Sieg der Dortmunder Borussia gewesen.

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Der Fraktionsvorsitzende der Werdohler FDP, Friedhelm Hermes, führte das gute Abschneiden seiner Partei auf den „Lindner-Effekt“ zurück. Auch die Wahlkampfveranstaltungen vor Ort hätten gezeigt, dass die FDP sehr viele Sympathisanten habe. „Die FDP hat einen sehr sachlichen Wahlkampf geführt. Jeder Zugewinn ist ein Impuls für die Arbeit vor Ort“, so Hermes weiter.

Die Piraten-Partei sicherte sich in Werdohl 8,9 Prozent der Erststimmen. Die Partei müsse sich nun auf Landesebene der Verantwortung stellen“, bewertete FDP-Mann Hermes das Ergebnis. „Entweder die Piraten haben einen Überlebenszyklus wie die Linke, oder sie gehen den Weg der Grünen“, schätzte CDU-Fraktionsvorsitzender Ohrmann die Zukunft der Partei ein. „Ich bin froh, dass die Piraten auf Landesebene nicht als Mehrheitsbeschaffer fungieren“, kommentierte Andreas Späinghaus das Landtagswahlergebnis. Nun habe die Partei fünf Jahre Zeit, sich zu finden.

„Ich kann nicht verhehlen, dass ich über das Landtagswahlergebnis sehr froh bin“, sagte Bürgermeister Siegfried Griebsch im Hinblick auf den Stadtumbau West und das Regionale-Projekt. Die rot-grüne Landesregierung stehe für eine vernünftige Kommunikation. Griebsch sprach den SPD-Wahlkämpfern vor Ort ein Kompliment für ihren Einsatz aus. Die Wahlbeteiligung lag in Werdohl bei 52,14 Prozent (2010: 52,16). ▪ ute

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