„Absolut empfehlenswert“

Lea, Denise und Vanessa (von links) tauschen Erfahrungen über die LernFerien aus.

WERDOHL ▪ Als am Freitagnachmittag der letzte Schulgong des Tages in den Klassenräumen der Erich Kästner-Schule ertönte, war das für die meisten Jugendlichen der lang ersehnte Startschuss in die Osterferien. Während viele von der „Pauke“ und allem drum und dran in den kommenden zwei Wochen nichts mehr hören oder sehen wollen, sieht das für Lea und Denise ganz anders aus.

Die beiden Schülerinnen haben sich dazu entschieden, an LernFerien in Iserlohn teilzunehmen. Hier wartet auf die beiden Neuntklässlerinnen ein straff gehaltener Stundenplan – zugegebenermaßen treten die klassischen Schulfächer dabei zwar in den Hintergrund, doch mit reinem „Absitzen“ haben die LernFerien nichts zu tun.

Dieses kostenlose Förderangebot für Schüler weiterführender Schulen vertieft die Bereiche Berufsorientierung, Versetzung sowie Begabtenförderung. Die intensive Betreuung erfolgt durch Fachkräfte. Sowohl in den Oster- als auch in den Sommerferien finden an verschiedenen Veranstaltungsorten in Nordrhein-Westfalen entsprechende Kurse statt.

Lea und Denise wollen in ihren LernFerien vor allem in Sachen Berufsorientierung mehr Klarheit finden. „Welcher Bereich interessiert mich und kommt er für mich auch in Frage?“ – diese beiden Aspekte herauszufinden, steht für die Schülerinnen an erster Stelle. Außerdem erhoffen sie sich „für die Arbeitswelt vorbereitet zu werden“. Die LernFerien haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Teilnehmer dabei zu unterstützten, ihre Interessen und Neigungen zu erfahren, sowie Kompetenzen aufzuzeigen. Thematisiert wird aber auch das Bewerbungsverfahren, das unweigerlich auf die Schulabsolventen zukommen wird. Außerdem können die Jugendlichen ihre ersten praktischen Berufserfahrungen in den Werkstätten „Technik/Elektrik“, „Handwerk“, „Kosmetik“ oder „Hauswirtschaft“ sammeln.

Die Ferienschule „durchlaufen“ haben in den Sommerferien des vergangenen Jahres als erste Teilnehmerinnen von der Erich Kästner-Schule Jessica und Vanessa. „Wir wollten das einfach mal ausprobieren“, erinnern sich die Mädchen. „Und es ist absolut empfehlenswert.“ Beide Schülerinnen behaupten, selbstbewusster, selbstständiger und sicherer im Umgang mit Fremden geworden zu sein. Bestätigen kann das neben der Klassenlehrerin auch Schulleiterin Silke Neubeck: „Beide Mädels haben sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung verbessert.“ Nicht zuletzt ihr positives Fazit brachten jetzt auch Lea und Denise dazu, sich anzumelden. Und die beiden „Vorreiterinnen“ Jessica und Vanessa betonten, dass sie nicht nur eine schöne Zeit in den LernFerien verbracht haben, sondern auch hilfreiche Erkenntnisse für die Zukunft mitnahmen. Nachdem sie in den Werkstätten ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammelten steht für die zwei fest: „Wir möchten später einmal auf jeden Fall etwas im sozialen Bereich arbeiten.“

Susanne Riedl

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