Feier für Zehntklässler

Viele unerwartet gute Abschlüsse an der AEG Werdohl

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102 Zehntklässler der Gesamtschule haben am Mittwoch ihre Schulzeit (vorerst) abgeschlossen, für einige geht es nach den Ferien in der Oberstufe weiter auf dem Weg zum Abitur.

Werdohl - 102 Zehntklässler haben am Mittwochnachmittag an der Albert-Einstein-Gesamtschule ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Die meisten (71,6 Prozent) erreichten den Mittleren Bildungsabschluss, davon gut jeder zweite sogar mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Den Hauptschulabschluss erreichten 25,6 Prozent. Drei Schüler beendeten ihre Schullaufbahn vorläufig mit dem Abschluss im zieldifferenten Bildungsgang Lernen.

„Der erste Erfolg ist geschafft, das ist Euer erster Schulabschluss“, wandte sich der stellvertretende Schulleiter Sven Stocks an die Zehntklässler, um dann die Erfolge der Albert-Einstein-Gesamtschule aus seiner Sicht herausstellen. „Wir schaffen es jedes Jahr aufs Neue, dass Schüler Abschlüsse erzielen, die ihnen vorher niemand zugetraut hat. Das spricht für diese Schule.“

Stocks erinnerte die Schüler aber auch daran, dass es nun an ihnen liegt, was sie aus ihrem Schulabschluss machen. Die Berufsaussichten seien aber gut, fand er. „Viele Betriebe suchen händeringend Mitarbeiter, die anpacken und sich weiterentwickeln wollen.“

Leider habe die AEG die Schüler nicht so gut auf das Digitalzeitalter vorbereiten können, wie es vielleicht notwendig gewesen wäre, bedauerte Stocks mit Blick auf die nicht optimale EDV-Ausstattung der Schule.

Abschlussfeier der Zehntklässler der AEG Werdohl

Für zukünftige Jahrgänge müsse das wohl nicht mehr gelten, denn die Stadt wolle 450 000 Euro in die digitale Ausstattung der Gesamtschule investieren, berichtete Stocks. Das gab Applaus aus den Reihen der Schüler, vor allem aber wohl der Eltern.

Damit hatte der stellvertretende Schulleiter seiner Abschlussrede auch einen Hauch Politik und damit sich selbst das Stichwort für einen abschließenden Appell an die scheidenden Schüler gegeben. Bald gelte es für die Heranwachsenden auch politische Verantwortung zu übernehmen, sagte er mit Blick auf die jungen Leute, die ja mehrheitlich schon im nächsten Jahr zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl ihre Stimme abgeben dürfen.

Eine Wanderung zum Gipfel

Bürgermeisterin Silvia Voßloh verglich den Schulweg der Zehntklässler mit einer Wanderung auf einen Berggipfel: Unterwegs habe es Hindernisse in Gestalt von mathematischen Formeln und fremdsprachiger Grammatik gegeben, der Rucksack habe sich nach und nach mit Wissen gefüllt. „Mit dem Erreichen des Gipfels ist jetzt der erste Schritt getan, jetzt könnt Ihr weitere Gipfel erklimmen“, ermunterte sie die Abschlussschüler zu weiterem Lernen.

Schülerin lobt Politiker

Die Schülerin Petra Platthaus, die für die Klasse 10.1 sprach, fand nach Tagen und Wochen der mehr oder weniger öffentlichen Schuldebatte noch einmal anerkennende Worte für den Werdohler Rat, der sich ja gerade erst am Montag mit großer Mehrheit für eine Weiterführung der Albert-Einstein-Gesamtschule ausgesprochen hatte. „Werdohl hat sich richtig entschieden mit der AEG“, sagte sie unter Applaus und Jubelrufen ihrer Mitschüler.

Besondere Leistungen gewürdigt

Von den 102 Schülern wurden Heta Gzim, Jonas Kutschinski, Evin Mal, Petra Platthaus, Thalishan Punithananthan, Sara Täuber, für besonders gute schulische Leistungen ausgezeichnet. Für besondere soziales Engagement hatten sich neben Petra Platthaus und Thalishan Punithananthan auch noch Tobias Bußmann, Hannah Schürmann und Pia Ziese ausgezeichnet. Für akrobatische Momente bei der Abschlussfeier sorgte die Fly-AG der Schule, die im Festsaal Flickflacks ausführte und Salti schlug, einen musikalischen Beitrag leistete der Schulchor.

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