Abschied von der Kreuzkirche rückt näher

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In der Kreuzkirche auf der Königsburg wird am Sonntag, 30. Dezember, der letzte Gottesdienst gefeiert. Anschließend wird die Kirche aufgegeben.

Werdohl - Besonders für die Menschen, die regelmäßig die Kreuzkirche besucht haben, wird es ein unvergesslicher Erlebnis, dem sie nicht entgegenfiebern: Der letzte Gottesdienst in der Kirche auf der Königsburg ist für Sonntag, 30. Dezember, geplant. Er beginnt um 10.30 Uhr.

Der langjährige Pfarrer Martin Kämper, der 2012 in den Vorruhestand eingetreten war, werde an diesem Tag in der Kreuzkirche predigen, berichtet Pfarrer Martin Buschhaus. „Und es werden noch manch andere besondere Elemente eingebaut“, sagt Buschhaus. Genaueres werde Pfarrer Dirk Grzegorek rechtzeitig mitteilen.

Der evangelische Geistliche hat ein Team zusammengestellt, mit dem er sich gemeinsam um die Vorbereitungen für den Abschiedsgottesdienst kümmern werde.

Haben die Gläubigen an diesem Dezembertag die Kirche verlassen, werde das Gebäude entwidmet. „Es handelt sich um einen formalen Akt, den das Presbyterium bereits beantragt hat“, erklärt Buschhaus. Unter anderem müsse das Landeskirchenamt der Entwidmung zustimmen. 

Zukunft des Kirchengebäudes ungewiss

Ob diese noch am 30. Dezember oder erst später vollzogen werde, konnte der Geistliche noch nicht sagen.

Offen ist auch, was dann mit dem Kirchengebäude passieren soll. „Das Presbyterium überlegt schon seit Monaten, wie es weitergehen kann“, stellt der Pfarrer fest. Im Idealfall könne das Gebäude verkauft und das Grundstück verpachtet werden. „Aber bisher hat sich noch keine Möglichkeit eröffnet. Die Interessenten fehlen noch“, bilanziert der Seelsorger.

Gespräche werden geführt

Das Presbyterium sei mit einem kirchlichen Berater im Gespräch, obwohl die Aufgabe eines Gotteshauses für die Evangelische Kirchengemeinde in Werdohl schließlich kein Neuland sei: „In Ütterlingsen ist ein Fitnessstudio in den ehemaligen Kirchenräumen untergebracht, in Pungelscheid wurden Wohnungen in das Gebäude gebaut“, erinnert Martin Buschhaus daran, dass es den Verantwortlichen in diesen Fällen gelungen sei, private Investoren zu finden.

Buschhaus sagt: „Auf der Königsburg wird das aber sicherlich schwieriger, denn das Gebäude ist viel größer und ein Glockenturm gehört ebenfalls dazu.“

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