Größte Investition der Firmengeschichte / Video im Artikel

Alte Hallen machen Platz für Vosslohs "Fabrik der Zukunft"

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Christian Renners (links), Geschäftsführer von Vossloh Fastening Systems, und Bauleiter Arnd Gansohr von der Lüdenscheider Firma MTT verfolgten am Montag die Abbrucharbeiten an einer Leichtbauhalle auf dem Werksgelände.

Werdohl - Seit Montag geht es mit großen Schritten voran beim Abriss der alten Produktionshallen auf dem Vossloh-Werksgelände. Die zum Teil rund 100 Jahren alten Immobilien sollen Platz machen für die „Fabrik der Zukunft“, die der Bahntechnik-Konzern errichten möchte.

Der Abriss der in massiver Bauweise errichteten bis zu acht Meter hohen Fabrikhallen und einer Leichtbauhalle an der Ostseite des Firmenkomplexes war schon länger geplant und seit etwa einer Woche vorbereitet worden.

Am Montag (23. Juli 2018) griff der Bagger dann kraftvoll zu, zerlegte zunächst die in Leichtbauweise errichtete Halle in ihre Einzelteile. In weiteren Schritten sollen dann auch die anderen Hallen folgen – insgesamt rund 50 000 Kubikmeter umbauter Raum.

Etwa 17.000 Tonnen Abbruchmaterial werden dadurch entstehen. Allerdings muss das nicht komplett von der Baustelle abgefahren werden. „Ein Teil davon wird als Recyclingmaterial wieder eingebaut“, erklärte Architekt Hans-Martin Schulte von der Lüdenscheider Firma MTT Trimpop-Trompetter-Schulte, die mit Abriss und Neubau beauftragt

Durch den Abriss werden insgesamt mehr als 5000 Quadratmeter Fläche frei, die Vossloh für einen Neubau nutzen will. Auf einer Fläche von rund 7000 Quadratmetern will der Bahntechnik-Konzern die weltweit modernste Produktion von Schienenbefestigungssystemen aufbauen.

Größte Investition der Geschichte

Damit will das Unternehmen sich gegen Wettbewerber in China, Osteuropa und den USA behaupten. Außerdem will Vossloh das Verwaltungsgebäude seiner AG-Verwaltung modernisieren.

Die größte Investition in der 170-jährigen Firmengeschichte hat ein Volumen von etwas mehr als 40 Millionen Euro. Die Bauarbeiten werden gut zwei Jahre dauern.

Containerdorf auf dem Parkplatz

Sichtbar wird die Aktivität auf dem lenneseitigen Bereich des Werksgeländes bald auch von der Vosslohstraße aus. Dort wird schon bald auf dem Firmenparkplatz ein Containerdorf entstehen, indem die mit den Bauarbeiten beauftragten Firmen unter anderem ihre Büros beziehen werden.

Auch die Heizung des Vossloh-Werkes wird in einen solchen Container ausgelagert. Die befindet sich nämlich bis jetzt im Verwaltungsgebäude, muss aber wegen der anstehenden Umbauarbeiten umziehen.

Lesen Sie auch: Vossloh baut seinen Werdohler Stammsitz um für die Zukunft

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