Mit Abkühlung: Abi-Sturm an der Albert-Einstein-Gesamtschule

Für solche Fahrkünste gibt es eichlich Applaus. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Wasser im Becher gereicht, Wasser per Spritzpistole überbracht und Wasser in ganzen Kübeln über den Körper gegossen – all das mit Gesichtern, die mit der Sonne um die Wette strahlten.

Beim Abi-Sturm an der Albert-Einstein-Gesamtschule herrschten nicht nur beste äußere Bedingungen, sondern im Halbrund auf dem Schulhof gab es zudem super Stimmung auf den voll besetzten Stufen. Als Zutaten für diesen leckeren „Cocktail“: Spiele, bei denen stets die Schüler gegen die Lehrer antreten mussten, Preise zum Abräumen, garniert mit krachender Musik. Getreu des diesjährigen Abschluss-Mottos „Kabiribik – Endlich ist der Fluch vorbei“.

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Abisturm an Albert-Einstein-Gesamtschule

Bevor die Spiele beginnen konnten, mussten die unteren Klassen und die Lehrer erst einmal die Schule entern. Für die am heutigen Dienstag mit Piraten-Tüchern als Kopfbedeckung versehenen Lehrer kein Problem, wie Oberstufenleiter Konrad Pewny erklärte. Als „kurz und schmerzlos“ hat er es empfunden. Doch nicht nur darüber freute sich der Pädagoge. „Heute Morgen hat sich der Alkoholkonsum in Grenzen gehalten.“

Spaß hatten Schüler und Lehrer auch so. Wer den Lehrkräften mit einem Augenzwinkern etwas Böses wollte, konnte bei gewissen Spielen so seine Lehren ziehen. Immerhin gewannen die Herausgeforderten beim „Saufgelage“. Statt Alkohol waren in den Plastik-Kokosnüssen aber so wenig leckere Flüssigkeiten wie Rote Beete-Saft mit Kaffee.

Echte Outdoor-Experten traten ebenfalls aus dem Lehrerzimmer heraus. Ein Zelt war schneller aufgebaut als ein baugleiches von den Schülern. Als Kämpfernaturen erwiesen sie sich außerdem. Auf einem schmalen Metallträger stießen die Pauker die Unterlegenen mit einer großen Schaumstoffnudel herunter. Moderator Moritz Kalthoff musste zwischenzeitlich vermelden: „Und schon wieder sahnt das Lehrerzimmer ab“. Der Lohn waren Gewinne wie Kondome oder ein Wasserkocher. Bei einzelnen Spielen überließen die Lehrer dann aber doch den Schülern den Vortritt, die eine „Schatzkiste“ ergatterten.

Das Schauspiel aus einer sicheren, oder wohl eher gesicherten Position verfolgte Schulleiter Heinz Rohe. An einen Sonnenstuhl gekettet, schmorte er wie ein Hähnchen in der Sonne. Als der Kapitän dann zum Abschluss befreit wurde, grämte er sich keineswegs. Nachdem Rohe seine Kollegen ob deren „ungeahnte Fähigkeiten“, die er demnächst ausnutzen wollte, lobte, sprach er um 12.18 Uhr: „Jetzt ist frei.“ ▪ Marco Fraune

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