Abiturjahrgang der Albert-Einstein-Gesamtschule verabschiedet

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Schulleiter Reinhard Schulte verabschiedete die Abiturienten.

Werdohl  „Ihr habt jetzt das AEG-Gen in euch!“ – Mit diesen Worten schickte Schulleiter Reinhard Schulte am Freitag die 56 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2014 der Albert-Einstein-Gesamtschule auf ihren weiteren Lebensweg.

Mit seiner einfühlsamen Rede schaffte es Schulte nach seinen ersten zwei Monaten an der Schule, den besonderen Anspruch der AEG in der Werdohler Schullandschaft treffend zu beschreiben. Die große Show war natürlich wie immer ganz auf der Seite der jungen Menschen, die sich das Motto „Circus Abigalli“ gewählt hatten.

Die musikalischen Beiträge waren getragen, sehr feierlich und durchweg hoch emotional. Unglaublich, mit welcher Leichtigkeit und Souveränität zum Beispiel die Neunt- und Achtklässlerinnen Patricia und Julia Gildekötter „Titanium“ von David Guetta auf die Bühne brachten. Einen großen emotionalen Moment steuerten Lukas Rosner und Anna Schmitt bei, die gefühlvoll „Say Something“ von Christina Aguilera interpretierten. Instrumentale Beiträge auf hohem Niveau lieferten Jonas Lorenz und Felix Magnus Sommer. Locker durchs Programm führte Oberstufenkoordinator Sven Stocks, der die Jungen und Mädchen als „unsere wahren Weltmeister“ im Festsaal begrüßte.

Reinhard Schulte sprach den Abiturienten direkt ins Herz: „Ich bin erst seit zwei Monaten hier und hatte mit euch meine emotionalsten Momente.“ Als Schulleiter war er bei den Abschlussprüfungen dabei: „Ich habe erlebt, wie es euch nahe gegangen ist und wie ihr gekämpft habt.“ Er habe viel Freude, Tränen und Erleichterung miterleben dürfen. „Alle, wirklich alle haben das Abitur bestanden“, freute er sich. „Das macht uns als Gesamtschule aus: Wir haben offene Arme für jeden, der hier arbeiten und vorankommen will.“ 40 Prozent der Schüler hätten keine Prognose fürs Gymnasium gehabt. „Wir aber haben alle aneinander geglaubt.“

Auch wenn die Anmeldezahlen an der AEG zuletzt etwas zurückgegangen seien, mache er sich keine Sorgen. Die AEG habe ein professionelles Kollegium und großartige Schüler. Und zum Ende seiner Rede: „Wir wollten nicht nur eure Köpfe erreichen, sondern auch eure Herzen, das macht das Kulturwesen Mensch aus.“

Bürgermeisterin Silvia Voßloh blieb formell und wünschte den Abiturienten, mutig und selbstsicher voran zu gehen. Vor allem Dank sprachen die Schülervertreter Larissa Holz, Dana Vogt und Kennet Völlmecke aus, sie bedankten sich sogar bei der Stadt für die gute Ausstattung der Schule. Liebevoll waren die Worte der beiden Beratungslehrerinnen Monique Reichmann-Fischer und Daniela Elise Ihling. Zehn Abiturienten schafften eine Durchschnittsnote mit einer „eins“ vor dem Komma, Jahrgangsbeste war Sarah-Lydia Cramer mit 1,4. - Von Volker Heyn

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