Viertklässler nehmen an Waldjugendspielen teil

Stammen diese Symbole von einem Künstler oder verraten sie gar das Alter des Baumes? Die Werdohler Viertklässler wussten es besser – sie erkannten die Kennzeichnungen der Wanderwege auf Anhieb. Foto: Witt

Werdohl - Ein Kreis, ein Dreieck, darunter ein Viereck und eine Buchstabenkennung – die Viertklässler müssen nicht lange über die Bedeutung der Symbole nachdenken, die auf dem Stamm der mächtigen Buche deutlich zu erkennen sind. „Das ist eine Kennzeichnung für Wanderwege“, sind sich die Jungen einig.

Von Carla Witt

Insgesamt 23 Fragen und Aufgaben sollten die Grundschüler gestern im Rahmen der 15. Waldjugendspiele lösen. Revierförster Kevin Hauser und Axel Dohmen, Waldpädagoge beim Regionalforstamt Märkischer Kreis, begrüßten die 121 Werdohler Viertklässler auf dem Parkplatz des evangelischen Friedhofes. Von dort aus starteten sie in Kleingruppen, jeweils vier bis sechs Schüler und eine erwachsene Begleitperson, in den noch nebelverhangenen Wald. „Ganz schön gruselig“, kommentierte ein Viertklässler den Beginn des Abenteuers, während sich eine Mädchengruppe begeistert der ersten Aufgabe und somit dem richtigen Verhalten im Wald widmete.

Die Kinder ordneten Blätter und Zapfen den jeweiligen Bäumen zu, schätzen die Temperatur des Wassers im Bachlauf und notierten, welche Tiere in den heimischen Wäldern unterwegs sind.

Während manche Gruppen die Aufgaben im Team problemlos lösen konnten, hatten andere Schwierigkeiten. „Man weiß sofort, ob die Kinder öfters im Wald unterwegs sind“, stellte Axel Dohmen fest. Als zertifiziertem Waldpädagogen der Waldschule im Märkischen Kreis liegt ihm viel daran, dem Nachwuchs die heimische Natur und ganz besonders natürlich den Wald näher zu bringen. „Man kann sich nur für etwas begeistern, das man auch kennt“, sagte Dohmen. Dass sich sein kontinuierlicher Einsatz auszahlt, zeigt sich an den Teilnehmerzahlen der Waldjugendspiele: Seit sieben Jahren liegt der Märkische Kreis in Nordrhein-Westfalen auf dem Spitzenplatz. In diesem Jahr hatten sich 3347 Schüler aus 144 Schulklassen und 62 Schulen angemeldet.

Begleitet wurden die Grundschüler gestern Morgen auch ein Stück von dem CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick. „Die Waldjugendspiele werden mit Landesgeldern gefördert“, begründete Schick sein Interesse an der Veranstaltung. Es sei wichtig, die Kinder zu einem partnerschaftlichen Umgang mit der Natur anzuregen, sagte der Politiker, den die Kinder eventuell in Kürze wiedersehen werden: Schüler, die an den Waldjugendspielen teilnehmen, erhalten nicht nur Urkunden, sondern können auch einen Besuch im Landtag – mit Pizzaessen –, im Wildwald Vosswinkel oder in Fort Fun gewinnen. Diese Preise werden von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ausgelobt.

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