Abbruch des Hauses läuft voll nach Plan

Mit einem Kran werden seine Mitarbeiter an das Gebäude gehoben, um dort den Presslufthammer anzusetzen. Unten (links) erläutert Robert Ranft einem Passanten den Fortgang der Bauarbeiten.

WERDOHL ▪ Baustellen bestimmen aktuell das Werdohler Stadtbild. An der Ecke Goethe-/Derwentsider Straße und auch an der Brüderstraße stehen die Bagger derzeit nicht still. Von Michael Koll

Robert Ranft lächelt zufrieden. „Es geht alles nach Plan“, sagt der Abbruchbauleiter aus Hagen. Aktuell wirken er und seine Mitarbeiter an der Ecke Goethe-/Derwentsider Straße.

Ein Teil des Gebäudes, welches sie abbrechen sollen, liegt schon als Schutt unter den Baggern. Mit einem Kran werden zwei Mitarbeiter Ranfts hochgehoben und setzen mit dem Presslufthammer ans bereits sorgfältig entkernte Haus.

„Wir haben so gut vorgearbeitet“, erläutert der Abbruchbauleiter, „dass wir garantieren können: Die Nebengebäude bleiben unbeschädigt stehen.“ Komplikationen gebe es an der Baustelle derzeit keine.

„Auch die Autofahrer sind überhaupt nicht irritiert“, ergänzt Ranft. „Keiner biegt falsch ab und niemand fängt Diskussionen mit uns an.“ Umleitungen an dieser Stelle sind die vom Hochwasser geplagten Werdohler offenbar gewöhnt.

„In drei Tagen ist das Gebäude hier weg“, blickt Ranft zuversichtlich auf den weiteren Verlauf der Woche. Länger sei die Straße ja auch nicht gesperrt. Und schließlich bereite das Wetter ja auch keine Probleme.

Kanalsanierung an

der Brüderstraße

Auch an der Brüderstraße läuft alles rund: Die Stadtwerke bieten am morgigen Mittwoch, 17 Uhr, eine Informationsveranstaltung für die talseitigen Anwohner der Brüderstraße an. Die Hauseigentümer sowie die Wohnungsgesllschaften werden dann über den Stand der Bauarbeiten in Kenntnis gesetzt.

Außerdem möchte Stadtwerke-Geschäftsführer Joseph Beier die Bürger über die Möglichkeit informieren, ihre Wohnungen an die künftigen Gas- und Wasserleitungen anzuschließen. „Dann müssen sie die Leitungen nicht bis zum 31. Dezember 2015 nach Paragraph 61 Landeswassergesetz überprüfen lassen.“

„Aktuell haben die Häuser auf dieser Straßenseite noch Entwässerungsanlagen nach hinten heraus“, erklärte Beier. Seit Ende vergangenen Jahres laufen Bauarbeiten an der Brüderstraße. Es werden die Kanalrohre saniert und neue Gas- und Wasserleitungen verlegt. „Das ermöglicht für die talseitigen Anwohner, künftig auch Leitungen nach vorne zur Straße hin anschließen zu lassen.“

Sollten sie sich nicht dazu entschließen, so Beier, werde die Dichtheitsprüfung nach Landeswassergesetz notwendig. „Da die Häuser aber zum Teil 90 Jahre alt sind, ist damit zu rechnen, dass die alten Leitungen diese Prüfung nicht bestehen.“

Die Anwohner sind mit dem Fortgang der Bauarbeiten zufrieden. „Die sind flott“, meinte einer, der nicht namentlich genannt werden möchte, zu den Bauarbeitern.

„Nachdem der Schnee uns zu einer vier-, fünfwöchigen Pause gezwungen hat, sind wir jetzt voll im Zeitplan“, zeigt sich auch Bauleiter Ralf Jablonski von der Plettenberger Firma Monz zufrieden.

Die Arbeiten gestalten sich schwierig, da der Straßen-Untergrund felsig ist. Angefangen haben die Arbeiter bei der St.-Michael-Kirche. Momentan ist die Straße auf Höhe der Musikschule geöffnet. Es geht noch weiter bis hoch zur Realschule. Danach folgen die neuen Hausanschlüsse.

Voraussichtlich bis Ende Mai dauern die Arbeiten noch an.

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