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Eine Woche lang gesperrt: Kein Zug auf der Ruhr-Sieg-Strecke

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Von: Christos Christogeros

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Der Zugverkehr auf der Ruhr-Sieg-Strecke wird ab Sonntag für eine Woche zum Erliegen kommen. © Keim, Thomas

Am Montag, 23. Mai, nimmt die Deutsche Bahn (DB) die rundum erneuerte Stellwerks- und Bahnübergangssicherungstechnik auf der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Letmathe und Kreuztal in Betrieb. In den sieben Tagen vor der Umstellung – von Sonntag, 15. Mai, 22 Uhr, bis Montag, 23. Mai, 5 Uhr – wird die Strecke zwischen Letmathe und Kreuztal voll gesperrt.

Lennetal - Die Züge der RE 16 und RB 91 fallen zwischen Letmathe und Kreuztal aus und werden durch Busse ersetzt. Ein zusätzlicher Schnellbus soll zudem laut Mitteilung der Bahn „für eine zügige Direktverbindung zwischen Hagen und Siegen“ sorgen.

Die Züge der zweistündlichen IC-Linie Frankfurt-Wetzlar-Siegen-Dortmund/Münster fallen zwischen Siegen und Dortmund beziehungsweise Münster aus. Auf dem Teilabschnitt zwischen Frankfurt und Siegen sollen die Züge wie gewohnt verkehren.

Das Zugpaar IC 2321/2322 (Frankfurt – Norddeich Mole) entfällt auf dem gesamten Abschnitt zwischen Frankfurt und Hamm.

Grund für die siebentägige Sperrung der Linie seien unmittelbar vor der Inbetriebnahme notwendige, umfangreiche Umschaltungen, Inbetriebsetzungen sowie Abnahmeprüfungen der Technik. Auch Testfahrten seien auf dem Streckenabschnitt erforderlich. Alle alten Signale und Weichen müssten während der siebentägigen Vollsperrung abgebaut und danach die neuen Signale und Weichen an die neue Technik angebunden werden.

Denn künftig wird die Strecke aus dem erweiterten und modernisierten Stellwerk in Finnentrop gesteuert. Es ersetzt die zwischen 30 und 50 Jahre alten Stellwerke in Altenhundem, Plettenberg und Nachrodt.

Dazu hatte die Bahn im Februar unter anderem am Kahley eine sogenannte Netzersatzanlage errichtet. „Dieses Stellwerk ist Bestandteil des Projekts zur Erweiterung und Modernisierung des elektronischen Stellwerks Finnentrop“, hatte ein Bahnsprecher seinerzeit auf Anfrage erklärt. Weitere solche Stellwerksneubauten erfolgten auch in Nachrodt/Altena und in Altenhundem/Meggen.

Im Falle eines Stromausfalls des örtlichen Netzbetreibers nehme die Netzersatzanlage den Strom aus der Oberleitung der Bahn – dieser hat eine Frequenz von 16,7 Hertz – und wandele diesen in 50-Hertz-Strom um, sodass das Stellwerk weiterhin Strom erhalte und bedient werden könne.

Die neue Technik soll das Schienennetz laut Deutscher Bahn zuverlässiger machen und eine bessere Steuerung und flexiblere Fahrmöglichkeiten der Züge ermöglichen. Zudem würde die Instandhaltung der Strecke einfacher. Außerdem hat die DB vier Bahnübergänge erneuert oder ersetzt und elf Bahnübergänge an die neue Technik angepasst.

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