1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Werdohl

Ab sofort möglich: Jeden Mittwoch Sportabzeichen im Riesei-Stadion machbar

Erstellt:

Von: Jona Wiechowski

Kommentare

Mattis beim Springen-Üben im Riesei-Stadion. Im Hintergrund: Vater Knut Nitschke und Prüferin Karin Pietschmann.
Mattis beim Springen-Üben im Riesei-Stadion. Im Hintergrund: Vater Knut Nitschke und Prüferin Karin Pietschmann. © Wiechowski, Jona

Ab sofort haben Interessierte jeden Mittwoch die Möglichkeit, im Riesei-Stadion das Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold zu machen – und auch dafür zu trainieren. Wir waren beim ersten Termin dabei.

Werdohl – Trocken war’s, dazu angenehm kühl, um Sport zu machen – allerdings tags drauf Christi Himmelfahrt und entsprechend eher wenig los. „Kennen wir“, meinte Karin Pietschmann, eine der Prüferinnen. Sie freute sich, dass das Angebot nach zwei Jahren Corona wieder normal angeboten werden kann. Denn mitten in der Pandemie war das kaum möglich – und wenn, dann nur unter den Hygieneregeln. Immerhin: „Wir haben in dieser Zeit einige Sportabzeichen abgenommen.“

Bekannte Gesichter bei Premiere

Dass es jetzt wieder losgeht, hatte sich vor allem bei bekannten Gesichtern der Vorjahre herumgesprochen, die nach und nach kamen. Mit dabei: Mattis Nitschke mit Vater Knut. Seit mehreren Jahren nehmen sie das Angebot in Anspruch. Als Ziel immer das goldene Abzeichen? „Meistens ja“, erklärte Knut Nitschke. Für Erwachsene sei es tendenziell einfacher als für Kinder, sagte er. Den Eindruck bestätigte Pietschmann und verwies auf die Tabelle der Disziplinen. Beispiel: Für Gold muss ein 12- bis 13-jähriger Junge einen 200-Gramm-Wurfball 33 Meter weit werfen – keine einfache Aufgabe.

Grundsätzlich gilt es für das Sportabzeichen – je nach Leistung in Bronze, Silber oder Gold – vier Kategorien zu meistern: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. In den einzelnen Kategorien können die Teilnehmer aus mehreren Disziplinen wählen, von der sie dann immer eine mit einem entsprechenden Ergebnis absolvieren müssen.

Bei Ausdauer gibt es etwa die Auswahl zwischen einem drei und einem zehn Kilometer Lauf in entsprechenden Zeiten. Das würden im Riesei-Stadion erfahrungsgemäß auch die meisten machen, so Pietschmann. Alternativ geht auch radfahren oder schwimmen – dafür können dann Extra-Termine vor Ort vereinbart werden.

Fünf Prüfer nehmen Abzeichen ab

Gestartet wird am Riesei immer mittwochs ab 18 Uhr – und das auch in den Ende Juni startenden Sommerferien. Zum Kreis der insgesamt fünf Prüfer, von denen immer welche vor Ort sind, gehört seit neuestem Frank Bossong, der wie die anderen einen entsprechenden Prüferausweis hat.

Ehrgeiziger Sportabzeichen-Anwärter ist auch in diesem Jahr wieder Gerd Droppelmann. Mit seinen 90 Jahren ist er der Älteste, arbeitet an seinem 34. Abzeichen. Oder: „Ich werde es versuchen“, wie er erklärte. Drei Bedingungen habe er schon erfolgreich erfüllt, lautete sein Stand am Mittwoch, ehe er noch ein paar Runden auf der 400 Meter langen Bahn drehte.

Abzeichen ist einmal im Jahr möglich

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). „Es ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und wird als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen“, schreibt der DOSB. Das Abzeichen kann einmal im Jahr gemacht werden und ist ein Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland mit Ordenscharakter, heißt es weiter. „Auch Menschen mit Behinderung können das Deutsche Sportabzeichen erwerben. Die Bedingungen für Menschen mit Behinderung wurden vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) im Einvernehmen mit dem DOSB festgelegt.“ Weitere Infos dazu und zum Sportabzeichen selbst gibt es auf folgender Internetseite: www.deutsches-sportabzeichen.de.

Auch interessant

Kommentare