90-jähriges Bestehen: Löschzug Kleinhammer feiert

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Zahlreiche Besucher feierten am Samstag bei heißen Grillwaren und kühlen Getränken mit dem Löschzug Kleinhammer, dessen Gründung sich in diesem Jahr zum 90. Male jährt.

Werdohl - Die Ehrengäste bei der 90-Jahr-Feier des Feuerwehr-Löschzuges Kleinhammer lachten laut auf. Das passiert relativ selten bei den offiziellen Reden eines derartigen Anlasses.

Zugführer Klaus Sbresny gelang dieses Kunststück, indem er beim Rückblick auf neun Dekaden Feuerwehrgeschichte in Kleinhammer daran erinnerte, dass Löschfahrzeuge auch schon einmal „wegen einer Lappalie aus dem Verkehr gezogen wurden: Die Bremsen funktionierten nicht mehr“, schilderte der Zugführer einen Fall, der einige Jahrzehnte zurücklag. 

Aktuell ist der Fuhrpark der Kameraden aus Kleinhammer ein wenig besser in Schuss. Auch, wenn eines der Vehikel, die auf dem Schulhof oberhalb des Gerätehauses ausgestellt wurden, den Eindruck erweckte, dass es ein wenig in die Jahre gekommen sei. Das lag aber schlicht daran, dass es sich tatsächlich um eine historische Leihgabe aus der Nachbarstadt Lüdenscheid handelte.

Seit dem 11. Mai 1929 autonom

Am 11. Mai 1929 war der Löschzug Kleinhammer autonom geworden. Die Feuerwehrleute aus dem Werdohler Ortsteil hatten vorher von Eveking aus mit angepackt. Fortan firmierten sie selbstständig. 31 brandneue Uniformen wurden angeschafft. Und es dauerte auch nicht lang, dann stand der erste Einsatz an: ein Waldbrand, wie sollte es auch anders sein. „53 Morgen fielen den Flammen zum Opfer“, wusste Sbresny zu berichten. 

Im März 1953 erst wurde dann der Grundstein gelegt für das eigene Feuerwehr-Gerätehaus in Kleinhammer – am heutigen Standort. Nicht weit hatten es die Kameraden von dort zu einem Einsatz, der gut in Erinnerung blieb: 1977 brannte der komplette Schankraum des Thuns-Restaurants. 

Gründung der Jugendfeuerwehr

Ebenfalls zum Ende der 70er-Jahre „waren die Kameraden hier aus Kleinhammer maßgeblich beteiligt an der Gründung der Werdohler Jugendfeuerwehr“, wusste der amtierende Zugführer. „Von den ersten 27 Mitgliedern kamen stolze zwölf aus Kleinhammer.“ 

Der Feuerwehr-Löschzug des Werdohler Stadtteils hat übrigens auch eine gesellschaftliche Bedeutung, richtet er doch seit sechs Jahrzehnten alljährlich das Dorffest Kleinhammer aus. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Andreas Wäscher und der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf gratulierten dem Löschzug. „Macht weiter so“, animierte Middendorf. 

Im Laufe des Samstages simulierten die Kameraden auf dem Schulhof noch einen Löschangriff und führten eine Geräte- und Modenschau durch.

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